Lesegottesdienst

mit den gottesdienstlichen Texten zum

2. Sonntag nach Trinitatis, 13. 6. 2021

 

Wochenspruch:

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Mt 11,28)

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Eingangs- und Wochenpsalm: Aus Psalm 36

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,

und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes

und dein recht wie die große Tiefe.

Herr, du hilfst Menschen und Tieren.

Wie köstlich ist deine Güte, Gott,

daß Menschenkinder unter dem Schatten

deiner Flügel Zuflucht haben!

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,

und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

Guter Gott,

wir haben Sorgen, wir leiden unter Zwängen,

wir stellen viele Fragen.

Wir wissen,

daß vieles in unserem Leben gerade nicht so ist,

wie es einmal war

und noch nicht so, wie es wieder werden soll.

Deswegen treten wir vor dein Angesicht –

so wie wir sind.

Dir vertrauen wir an, was uns belastet.

Dir sagen wir, was wir falsch gemacht haben,

du weißt es längst.

Dir gestehen wir unsere Fehler ein,

uns selbst können wir es nicht.

Da sind die vielen Entschuldigungen,

die wir vorbringen,

um vor dir davonlaufen zu können.

So vieles andere als deine Gemeinschaft ist uns wichtig.

Vor allem aber vertrauen wir dir unsere Ängste und Sorgen an,

die uns manchmal so kleingläubig machen wollen.

Und deshalb bitten wir dich:

Vergib uns Herr, komm und erbarme dich unser!

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

Gott erbarmt sich unser.

Wir beten zu ihm und bleiben niemals ohne Antwort.

Darum dürfen wir seiner Einladung immer wieder neu folgen:

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden;

klopfet an, so wird euch aufgetan.

Ehre sei Gott in der Höhe!

Herr, guter Gott und Vater,

du lädst uns immer wieder neu ein,

dir nahe zu kommen,

wo immer wir auch gerade sind.

Hinter uns liegt eine Woche, die angefüllt war

mit Sorgen und Freuden,

mit Hoffnungen und Enttäuschungen,

mit schönen und vielleicht auch traurigen Erlebnissen.

Heute können wir von allem ausruhen.

Wir versuchen, zur Ruhe zu kommen

und Kraft zu tanken für die Aufgaben, die auf uns warten.

Wir dürfen dir bringen, was uns sonst keiner abnimmt,

und du schenkst uns, was es sonst nirgends gibt.

Wir bitten dich:

Befreie uns von allen Lasten,

die sich in den letzten Tagen

auf unseren Schultern angesammelt haben

und gib uns neue Kraft.

Das alles erbitten wir

durch die Liebe deines Sohnes Jesus Christus,

der mit dir und dem Hl. Geist lebt und regiert

von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Lukasevangelium, Kapitel 14, Verse 16-24

16 Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein.

17 Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist schon bereit!

18 Da fingen sie alle an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.

19 Und ein andrer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.

20 Wieder ein andrer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet; darum kann ich nicht kommen.

21 Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen herein.

22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da.

23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde.

24 Denn ich sage euch: Keiner der Männer, die eingeladen waren, wird mein Abendmahl schmecken.

Halleluja! Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg! Halleluja!

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Epistellesung: Aus dem 1. Korintherbrief, Kapitel 14, Verse 1-3.

(auch Predigttext)

1 Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet!

2 Denn wer in Zungen redet, der redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht ihn: im Geist redet er Geheimnisse.

3 Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.

23 Wenn nun die ganze Gemeinde an einem Ort zusammenkäme und alle redeten in Zungen, es kämen aber Unkundige oder Ungläubige hinein, würden sie nicht sagen, ihr seid von Sinnen?

24 Wenn aber alle prophetisch redeten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger hinein, der würde von allen überführt und von allen gerichtet;

25 was in seinem Herzen verborgen ist, würde offenbar, und so würde er niederfallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig unter euch ist.

Amen.

 

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus!

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Leserinnen und Leser!

Von Gaben des Geistes, von geistlichen Gaben redet Paulus. Sofort höre ich da förmlich die Frage: Was ist denn das überhaupt?

Was natürliche Gaben sind, das wissen wir alle. Ich kenne jemanden, der ist ungeheuer geschickt mit seinen Fingern. Es gibt für ihn keine größere Freude, als komplizierte Uhrwerke auseinander zu bauen und wieder zusammen zu setzen. Ich würde spätestens nach dem 10. Versuch Werk samt Gehäuse in die Ecke werfen. In Taizé saß eine alte Frau neben mir im Gottesdienst. Knieen oder auf dem Boden sitzen konnte sie nicht mehr, sie brachte sich einen Campingstuhl mit. Ich wollte beginnen zu schimpfen, weil das eigentlich verboten ist. Als der Gottesdienst begann, sie zu singen. Was hatte diese alte Dame für eine Stimme. Ich lächelte und sang neben ihr einfach mit! Herrlich! Dies nur als zwei Beispiele.

Natürliche Gaben – jede und jeder von uns ist damit natürlich auch ausgestattet, von Anfang an: Dazu gehören unsere Sinne, dazu gehört unser Leib und unser Denkvermögen, dazu gehören all die Möglichkeiten, die wir im Lauf unseres Lebens an uns entdeckt und entwickelt haben. Jede und jeder von uns ist „begabt“ –  und es ist eine aufregende Sache, bei sich selbst Begabungen zu entdecken. Fast noch aufregender ist, anderen beim Entdecken ihrer Gaben zu helfen und zuzuschauen.

Aber es geht in unserem Wort ja nicht um diese natürlichen Gaben, sondern um die geistlichen Gaben. Salopp gefragt: Wie kommt man da eigentlich ran? Wenn ein Mensch Christ wird, dann nennt die Bibel das manchmal Neugeburt. Und so wie wir bei unserer Geburt mit natürlichen Gaben begabt worden sind, so werden wir bei unserer Neugeburt von Gott mit geistlichen Gaben begabt.

Gott gibt jeder Christin, jedem Christen eine Ausrüstung für sein Leben als Christ, für die Aufgaben, die sich in diesem Christenleben stellen werden, damit wir sie erfüllen. Als Paulus Christ wurde, da wurde er zugleich berufen zum Missionar für die Heiden, und er bekam die Gaben dafür: die Gabe der Evangelisation, die Gabe der Lehre und die Gabe der Seelsorge. Als die Gemeinde in Jerusalem anfing zu wachsen, da schenkte Gott ihr Leute, die die Gabe der Leitung hatten und die Gabe der Organisation.

Es geht also keinesfalls um übernatürliche Gaben! Geistliche Gaben – das sind nicht nur Gaben wie „Glauben, Hoffnung, Liebe, Sanftmut“ – sondern er gibt eben auch diese handfesten Gaben – eine Gruppe zu leiten, etwas ordentlich zu planen, den Haufen der Christenschar zusammen zu halten.

Die Bibel ist nun von einem überzeugt: Alle, die zu Jesus Christus gehören, haben geistliche Gaben empfangen. Und alle, die zu Jesus Christus gehören, haben dazu ihre natürlichen Gaben, die von der Stunde der Neugeburt an gleichfalls für Jesus in Dienst genommen werden wollen. Von daher können wir sagen: Jede Gemeinde ist reich an Gaben, an geistlichen Gaben und an natürlichen Gaben. Sie alle stehen für den Dienst der Gemeinde im Auftrag Jesu zur Verfügung. Sie alle wollen angewendet, gebraucht, entwickelt und dadurch gestärkt werden. Genau alle diese Gaben, die wir empfangen haben und dann Jesus zur Verfügung stellen, nennt die Bibel eben geistliche Gaben.

Nun gibt es in vielen Gemeinden ein Problem – ganz anders als damals in Korinth. Dies Problem heißt: Die Gaben werden „vergraben“. Zu viele Gemeinden haben sich daran gewöhnt, dass der Pfarrer oder die Pfarrerin alle geistlichen Gaben hat: die Gabe des Glaubens, die Gabe der Predigt, die Gabe des Gebetes, die Gabe der Liebe und die Gabe der Organisation. ER oder sie muss das ja alles haben – alleine schon wegen des Studiums. Für die Gemeinde bleibt dann nur noch ein kümmerlicher Rest übrig – die Gabe des Zuhörens und ein wenig unterentwickelt die Gabe des Spendens.

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Leserinnen und Leser!

Natürlich ist das jetzt überspitzt gesagt – und hoffentlich ist es bei uns doch ein wenig anders. Jedenfalls ist das nicht das Bild, das die Bibel und unser Wort vom Gebrauch der Gaben haben. Es ist auch nicht die Vorstellung, die Gott von seiner Gemeinde hat.

Gott will, dass wir alle unseren natürlichen und geistlichen Gaben entdecken, vor allem aber zu gebrauchen lernen: bei dem einen ist es die Freude am Gebet und bei der anderen ist es die Gabe, einem Menschen in Not zu helfen. Der eine hat die Gabe des Singens zum Lobpreis Gottes und die andere die Gabe des intensiven Zuhörens, das Menschen ganz ernst nimmt. Ich bin zutiefst davon überzeugt: wenn wir es lernen, die Gaben Gottes in unserem Leben zu entdecken und in die Gemeinde einzubringen, dann wird unsere Gemeinde ausstrahlen und sich für viele Menschen auch heute ungebrochen als ein Ort erweisen, an dem wir uns aufgehoben finden können. Nun gibt es eine Klippe, die schon damals in Korinth einigen zu schaffen machte: Was ist, wenn einer oder eine mit den Gaben aus dem Rahmen fällt? Was ist, wenn jemand entdeckt hat: Ich bin von Gott mit der Gabe des Gebetes beschenkt und nun alle daran misst: Betet ihr eigentlich auch so viel wie ich? Was ist, wenn in einer Gemeinde nur eine Richtung gilt oder zum Zuge kommt? In Korinth ist das mit der Zungenrede so gelaufen. Die haben manche Christen zum Maßstab gemacht: Nur wer in Zungen, das heißt: in fremden Sprachen, die er oder sie nicht gelernt hat, also unter der Wirkung des Heiligen Geistes sprechen und so Gott loben kann, der ist im Vollsinn Christ, sozusagen zu 100%!

Wenn so eine Gabe ins Zentrum gerückt wird, dann stehen Christen oft ganz schnell mit der Messlatte oder dem Fieberthermometer da oder fühlen sich selbst und anderen den Puls, um zu sehen, ob da nicht noch etwas fehlt.

Dieser Gefahr gegenüber bringt Paulus zwei hilfreiche Maßstäbe ins Spiel:

Der erste Maßstab: Alle geistlichen Gaben werden immer daran gemessen, ob sie dem Aufbau der Gemeinde nach innen dienen. Hilft die Art, wie ich meine Gaben in die Gemeinde einbringe, anderen in der Gemeinde weiter? Hilft die Art, wie ich mit meiner Gabe in der Gemeinde umgehe, das andere ihre Gabe gleichfalls entdecken und entfalten können oder drücke ich sie an die Wand?

Geistliche Gaben, liebe Schwestern und Brüder, dienen immer der Gemeinschaft. Wenn sie nur der Selbstdarstellung dienen, dann werden sie als geistlichen Gaben überhaupt nicht gebraucht. Das wird man sehr schnell bei sich selbst merken, wenn man ehrlich zu klären versucht: Suche ich mein ICH, mein gutes Image oder suche ich den Dienst für die Gemeinde mit meinen Gaben?

Der zweite Maßstab: Was ist mit denen, die noch nicht glauben? Daran misst der Apostel Paulus die Gemeinde und ihre Gaben, ob sei den „Kandidaten des ewigen Lebens“ den Zutritt zur Gemeinde schwer machen oder ihn erleichtern. Welche Sprache sprechen wir? Welche Lieder singen wir? Welche Formen bieten wir denen an, die wir einladen?

Das sind nicht nur Fragen des guten oder schlechten künstlerischen Geschmackes – das sind in erster Linie geistliche Fragen. Ein Gespräch in der Gemeinde z.B. über die verschiedenen Arten von Engeln mag für manche Christinnen und Christen ganz spannend sein – einen nichtchristlichen Menschen wird das Problem kaum bewegen. Eine Predigt über die Streitereien in Korinth ist für Christinnen und Christen vielleicht auch ganz interessant – für eine Nichtchristin oder einen Nichtchristen aber ist das keine aufregende Frage. Aber wie das Leben gelingen kann und ob man sich auf Gott verlassen kann – darin vermag ein Nichtchrist sehr wohl vielleicht auch eigene Lebensfragen zu entdecken.

Daran misst Paulus die Art, wie wir unsere geistlichen Gaben ausüben, praktizieren: ob sie dem einen Ziel dienen, dass Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen, dass Menschen es mitbekommen, wie gut es Gott mit ihnen meint. Daran misst Paulus die Art, wie wir unsere geistlichen Gaben ausüben, ob Menschen es mitbekommen, dass sie ihre Schuld loswerden können und dass ihr Leben noch einmal neu anfangen darf.

Nach innen und nach außen – jedes Mal ist es der gleiche Maßstab, den Paulus benennt: die Liebe zu den Menschen, ob schon in der Gemeinde oder noch draußen! „Strebt nach der Liebe!“ ((1. Kor. 14,1) Begegnet den Menschen liebevoll und freundlich. Dazu seid ihr begabt genug, jeder und jede. Und die Liebe wird unsere Hände bewegen. Sie wird unseren Mund auftun. Die Liebe wird uns genauso zeigen, wann es Zeit zu schweigen ist, aber auch wann  Zeit, einen anderen Menschen einfach endlich nur einmal wieder in die Arme zu nehmen. Und die Liebe wird uns auch dazu helfen, dass wir die Gaben niemals zur Eigenpflege missbrauchen, sondern wir werden uns  wirklich von ihr in Dienst nehmen lassen –für die Gemeinde Gottes und die Menschen in ihr und um sie  herum. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Fürbittgebet

Herr, unser Gott und Vater,

durch Jesus Christus wissen wir,

dass du niemanden übersiehst, der sich verirrt.

Wir danken dir, dass du uns suchst und findest,

auch immer auf uns wartest.

Du schickst uns aber auch auf den Weg,

das Verlorene zu suchen.

Darum bitten wir dich:

Mach uns empfindsam für Menschen,

die innerlich am Ende sind,

sich aber sicher und tüchtig geben.

Lass uns auf diejenigen zugehen,

die von anderen gemieden werden.

Schenke uns Geduld mit denen,

die misstrauisch geworden sind,

weil sie überall Feinde und Verschwörung vermuten.

Wir möchten denen vertrauen können,

die abgestempelt sind,

nur weil sie anders sind als wir.

Hilf uns, daß wir niemals den Mut verlieren,

offen auf sie und auf alle Menschen zuzugehen.

Du gibst uns dazu die Kraft,

weil du niemanden aufgibst.

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel