Lesegottesdienst mit den gottesdienstlichen Texten zum Pfingstsonntag, 23. Mai 2021

(Stand 23. 5. 2021)

 

Lesegottesdienst

mit den gottesdienstlichen Texten zum

Pfingstsonntag, 23. Mai 2021

 

Wochenspruch: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. (Sach 4,6b)

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Psalm 118, die Verse 24-29

24 Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.

25 O HERR, hilf! O HERR, lass wohlgelingen!

26 Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN.

27 Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmückt das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!

28 Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.

29 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Gebet

Lieber und guter Gott!

Du hast uns alles geschenkt.

Deine Schöpfung, deinen Sohn

und auch deinen heiligen Geist.

Was machen wir daraus?

So vieles läuft schief!

So vieles ist auf einmal anders geworden.

So vieles scheint unsicher.

Auch wir selbst haben uns verändert –

in unseren Ansichten und Meinungen.

Wir unterscheiden neu,

was wichtig und unwichtig für unser Leben ist.

Da ist viel Zuversicht und Glaube,

aber auch Kleingläubigkeit und Unglaube.

So vieles ist da, was uns verwirrt.

Wir glauben uns allein und verlassen.

Wie oft vergessen wir aber dabei,

dass du immer bei uns bist,

dass du uns niemals allein lässt?

In allem und auch in uns bist du, guter Gott!

Ja, auch jetzt,

wenn wir dich in der Stille zu dir beten,

hörst du mich, hörst mir zu.

Herr, erbarme dich unser!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Ich danke, dass du mir in meiner Stille nahe bist

und hörst, was ich dir anvertraue.

Ich danke dir,

dass du mich heute an diesem Pfingsttag daran erinnerst,

was du deinen Jüngern und uns allen verheißen hast:

 

Aber der Tröster, der heilige Geist,

welchen mein Vater senden wird in meinem Namen,

der wird euch alles lehren und euch erinnern an all das,

was ich euch gesagt habe.

Den Frieden lasse ich euch,

meinen Frieden gebe ich euch.

Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.

Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Guter Gott und Vater! Lieber Gott!

Du entzündest in uns das Feuer deiner Liebe!

Du schenkst uns allen deinen heiligen Geist.

Wir sind gerufen, deine Kirche zu werden

– immer wieder neu.

Eine Kirche, die schon in der Familie,

ja, die sogar schon in uns selbst,

in unseren Wohnungen und Häusern

beginnt und lebt.

Wir alle gehören dazu,

denn du schließt niemanden aus.

Du kommst und bleibst bei uns.

Gestern, heute und in aller Zeit.

Dafür danken wir dir in Jesu Namen.

Amen.

 

Epistellesung: Aus der Apostelgeschichte , Kapitel 2, Verse 1-21

Das Pfingstwunder

1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort.

2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen,

4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.

5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.

7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer?

8 Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache?

9 Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia,

10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen,

11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden.

12 Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?

13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.

14 Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte!

15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde des Tages;

16 sondern das ist’s, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5):

17 »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben;

18 und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.

19 Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf;

20 die Sonne soll in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt.

21 Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.«

Halleluja! Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe! Halleluja!

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Johannesevangelium, Kapitel 14, die Verse 23-27

(auch Predigttext)

Die Verheißung des Heiligen Geistes

23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

24 Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.

25 Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin.

26 Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

Amen.

 

Predigt

 Die Gnade des Herrn unseres Gottes, die Liebe seines Sohnes Jesus Christus und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Abschiedsworte! Abschiedsworte wie auch schon ähnlich an Christi Himmelfahrt hören wir heute im Evangelium. Abschiedsworte an einem Tag wie diesem! An einem Tag, an dem die meisten Predigerinnen und Prediger vom Geburtstag der Kirche reden – an diesem Pfingsttag. Mir ist – wenn ich ehrlich sein darf – nicht ganz wohl bei diesem traditionellen Gedanken „Geburtstag der Kirche“ an diesem Pfingsttag.

Zu oft habe ich es erlebt, wie dieses Pfingstfest dazu benutzt wurde, diese Kirche, so wie sie ist, zu legitimieren, geradezu schönzureden. Zu oft habe ich es erlebt, wie von den Kanzeln verkündet wurde, dass diese Kirche nicht Menschenwerk, sondern Gotteswerk ist. Aber dann habe ich Menschen erlebt, die sich doch ein wenig und oft zu viel selbst für den lieben Gott halten. Was ist sie denn nun, frage ich? Zu wie vielem müsste ich ja sagen, wenn ich die Kirche so akzeptieren könnte, wie sie mir nun einmal begegnet: dazu, dass es wohl normal ist, dass der Kirchenbesuch sich bei etwa 4% einpendelt; dass es wohl normal ist, dass es so etwas wie eine Kerngemeinde gibt, zu der sich einige wenige zählen, während viele andere draußen vor der Tür gelassen werden. Ich müsste ja sagen zu der Tatsache, daß es wohl normal ist, daß die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden und dass selbst die Kirche ihr Augenmerk mehr auf Besitzstandswahrung richtet, statt sich selbst zu geben, wenn nötig ganz hinzugeben für die Menschen in Not, für mehr Gerechtigkeit bei uns und überall. Ja, wenn ich in dieser Kirche Gotteswerk erkenne, dann müsste ich letztendlich sogar auch zu der Spaltung der Christinnen und Christen „Ja“ sagen.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Das kann ich nicht. So wie mir selbst diese Institution „Kirche“ begegnet, eine Institution, die mich gut versorgt – das will ich nicht verschweigen, weil ich natürlich dafür dankbar bin -, so kann ich doch nicht uneingeschränkt „Ja“ sagen zu dieser Kirche. Je mehr ich früher zum Beispiel auch kirchenpolitisch im Kreissynodalvorstand unseres Kirchenkreises mein ganz kleines Stückchen Verantwortung wahrgenommen hatte, um so weniger konnte  ich es mit der Zeit.

Ich kann es gerade nicht, wenn ich die beiden Texte ernst nehme, die wir heute hier in diesem Gottesdienst lesen können. Und doch genau diese beiden Texte  machen mir Mut, die Kirche, die ich mit „Gotteswerk“ beschreiben möchte, hinter der von Menschen gemachten Fassade „Kirche“ zu sehen. Für diese Kirche, für die Vision Gottes, da lohnt sich dann eben jeder Einsatz – auch und gerade in dieser Kirche. Schauen wir zunächst auf das Pfingstereignis, von dem wir vorhin aus der Apostelgeschichte gelesen haben. Da wird von dem Schmelztiegel Jerusalem berichtet. Von dem Ort, an dem Menschen aus allen Himmelsrichtungen zusammenkamen und zusammenlebten. In ganz verschiedenen Verhältnissen – als Freie, als Sklaven, als Reiche, als Bettler, als Fremde und als Einheimische. Ganz verschiedene Menschen kommen da zusammen. Aus verschiedenen Kulturen, mit verschiedenen Sprachen, mit ganz verschiedenen Hoffnungen, Ängsten und Wünschen treffen sie sich da vor den Häusern. Sie alle werden erfüllt von dem heiligen Geist. Sie beginnen zu reden, sie beginnen sich neu zu verstehen. Trotz all ihrer verschiedenen Herkünfte finden sie zusammen. Alles, was trennend zwischen ihnen stand, ist aufgehoben in dem einen Geist Gottes, der sie alle gleichermaßen erfüllt. Da ist kein Unterschied mehr in der Zuteilung der Geistesgaben. Sie alle können sich gegenseitig neu entdecken, sich selbst als eine Gemeinschaft neu entdecken. Worin sollte in diesem Ereignis der Geburtstag der Kirche liegen, der Geburtstag dieser Kirche, so wie sie uns Menschen begegnet? Nimmt sich diese Kirche, also wir als Christinnen und Christen in der Nachfolge Jesu, nehmen wir uns gegenseitig so an? Lassen wir Unterschiede zwischen uns nicht mehr gelten, erkennen wir in allen anderen Menschen, egal aus welchen Ländern, gegenseitig die Gaben des Heiligen Geistes? Treten wir alle zusammen heraus aus unseren Häusern und finden uns buchstäblich in der Mitte zu der einen geisterfüllten Gemeinschaft zusammen? Wohl kaum! Beginnen wir, alles, was wir haben zu teilen, so dass alles, was wir haben, eben auch für alle reicht? Wohl kaum! Wenn wir die vielen Menschen auf der Flucht sehen, wenn wir ihnen nahe kommen, wenn wir ihnen unsere Ängste entgegenhalten, über das, was wir vermeintlich alles verlieren, wenn wir mit ihnen teilen, wenn wir die inneren Stammtischparolen in uns leise hören, wie sie wachsen und denen nach dem Mund reden wollen die Ängste und Hass schüren – liebe Schwestern und Brüder, wie stehen wir dann als Christusnachfolgerinnen und Christusnachfolger da? Wie ernst nehmen wir dann noch die Pfingstgeschichte, die uns von dem Geist erzählt, der uns alle vor Gott verbindet – ohne Unterschied? Was soll dann noch der Geburtagsjubel für die Kirche an diesem heutigen Tage?

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Leserinnen und Leser!

Pfingsten ist der Tag, an dem Gott selbst uns ganz konsequent an seine Kirche, an seineVision von Kirche erinnern möchte. Er ruft uns heute diese einzigartige Gemeinschaft seinerKirche ins Gedächtnis. Eine Gemeinschaft von Frauen und Männern, von Großen und Kleinen, Jungen und Alten, Fremden und Einheimischen, von Menschen aller Kulturen, aus allen Traditionen. Wer heute lediglich den Geburtstag der Kirche feiern will, der bleibt an der Oberfläche. Wer heute mit Gott selbst den Weg zu der einen Gemeinschaft, von der seine Kirche einmal ausging und zu der sie wieder finden soll, mitfeiert, ich glaube die- oder derjenige lässt sich auf das Wunder der Gemeinschaft Gottes mit uns Menschen tiefer ein. So finde ich jede ökumenische Aktionen an diesem Wochenende gut, die an vielen Orten stattfinden und die ein Stück ernst damit machen, Pfingsten so zu feiern, wie es die Apostelgeschichte beschreibt.

Nehmen wir beide Texte ernst, so können wir uns an diesem Tage als Christinnen und Christen nicht zu leicht aus der Verantwortung stehlen. Zu der einen Gemeinschaft, die die Kirche Gottes ist, sind wir gerufen. Sich daran zu erinnern, mahnt der Evangelist in unserem Predigtwort.

23 Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

24 Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.

Diese Kirche, liebe Schwestern und Brüder, ist nicht in unsere Beliebigkeit gestellt. Keine Synode, auf welcher Ebene auch immer, darf daraus machen, was sie will. Alles, was wir in dieser Kirche tun und was wir aus dieser Kirche heraus verantworten, muss sich daran messen lassen, ob es der Vision Gottes von seiner Kirche, die er ja auch in dem Pfingstereignis andeutet, entspricht. Alles, was wir tun und lehren, muss sich fragen lassen, ob es auf dem Weg ist, der wieder in die eine Gemeinschaft Gottes mit den Menschen führt. Nicht die Zahl der Austritte, nicht die Situation der Finanzmittel, nicht die unzähligen Statistiken, die wir zu allem und jedem erstellen, darf uns dabei leiten. Es muss allein die Frage sein, ob wir sein Wort halten, ob wir in der Liebe zu unserem einen Gott treu bleiben. Nur diese Frage muss allein uns leiten!

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Wenn wir auf das sehen, was aus unserer Kirche geworden ist, oder besser, was aus dem geworden ist, was Gott sich selbst als Kirche wünschte, vielleicht tun sich da Sorgen und Ängste auf. Ja, das könnte so sein, zu offensichtlich ist mittlerweile die Diskrepanz, wir können es nicht mehr verleugnen. Und doch: Wir Christinnen und Christen, so sagte es einmal einer der Kirchenväter, gehen immer von Neubeginn zu Neubeginn. Gott selbst gibt uns nicht auf – niemals. Er baut auf uns und vertraut uns. Er schickt uns eben seinen Geist, einen Geist, der in all unsere Entmutigungen auch wie ein Tröster kommen möchte und von dem Jesus selbst sagt:

26 Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

Ich finde, es gibt keine schönere Verheißung und keine passendere für dieses Pfingstfest. Ihnen allen deshalb frohe Pfingsten!

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Amen!

 

Fürbittgebet

Du Heiliger Geist, komm, komm zu uns, erneuere uns,
ermutige uns, dich zu bekennen,
begeistere uns, beieinander zu bleiben.
Stifte uns an, dich zu verkündigen,
komm zu deinen Gläubigen

und komm auch zu mir.
Komm und schenke neues Leben.

Du Heiliger Geist,
komm zu den Armen und Notleidenden,
sättige sie, heile sie,
bestärke sie in ihrem Vertrauen zu dir,
lass sie nicht resignieren.
Sende ihnen Menschen,
die mit ihnen zusammen gegen das Elend ankämpfen.
Komm und schenke neues Leben!

Du Heiliger Geist, komm,
komm zu den Stolzen und Mächtigen,
leite sie zur Umkehr.
Gib ihnen Liebe zu denen, die ihnen anvertraut sind,
schärfe ihre Gewissen, lass sie dich suchen.
Komm und schenke neues Leben.

Du Heiliger Geist, komm,
komm zu den Trauernden und Verzweifelten,
tröste sie, wärme ihre Herzen,
erfülle sie mit Hoffnung.
Gib ihnen Menschen, die ihnen Nähe schenken,
lass sie Hoffnung schöpfen, zeige ihnen dein Licht.
Komm und schenke neues Leben.

Du Heiliger Geist, komm,
komm zu den Fröhlichen und Glücklichen,
mache ihre Freude groß.
Lass sie dich als Quelle aller Freude erkennen.
Komm und schenke neues Leben.

Du Heiliger Geist, komm,
komm zu deiner Kirche,
bewege sie, eine sie,
stärke sie in ihrem Glauben an den einen Herrn Jesus Christus.
Komm und schenke neues Leben.

 

Herr, schau’ auf uns!

Schenke du uns allen deinen Segen!

Schenke deinen Segen den Menschen,

die mir heute besonders am Herzen liegen.

 

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

Sei bei den Einsamen und Kranken.

 

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

Der Herr segne euch und behüte euch.

Der Herr lasse sein Angesicht über euch leuchten

und sei euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch

und schenke euch Frieden.

Amen.

 

 Liebe Schwestern und Brüder!

Ihnen allen einen gesegneten Sonntag und frohe Pfingsten!

Kommen Sie gut durch die Zeit, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

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