Lesegottesdienst

mit den gottesdienstlichen Texten zum Sonntag Judika, 21. 03. 2021

 

Liturgie und Predigt: Pfarrer Rüdiger Dunkel

 

Wochenspruch:

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. (Mt 20,28)

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Psalm 43

1 Schaffe mir Recht, Gott, / und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?

3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,

4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar

und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Herr, guter Gott und Vater!

Wenn es um unsere Leistungen geht, dann schwanken wir:

zwischen Rechthaberei und Unsicherheit,

zwischen stolzem Selbstbewusstsein und Ängstlichkeit.

Gern drängen wir uns nach vorn und stoßen andere so zurück.

Unsere eigene Schwäche wollen wir damit überdecken.

Doch du, Herr, siehst in unser Herz.

Du weißt, was uns wirklich bewegt.

Wenn wir immer wieder auch an dir, Herr, zweifeln,

dann hilf unserem Kleinglauben.

So komm, Herr, und erbarme dich unser!

Höre, wenn wir in der Stille zu dir beten!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Gott spricht uns seine Gnade zu,

so verkündet es der Prophet Jesaja:

Es sollen wohl Berge fallen und Hügel hinfallen,

aber meine Gnade soll nicht von dir weichen

und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen.

 

Gott in Christus,

du bist durch Leiden, Angst und Verzweiflung

zum Kreuz gegangen.

Du hast mit deinem Sterben besiegt,

was uns besiegen will.

Gib uns Mut und Kraft,

uns deiner Macht anzuvertrauen,

damit über uns nicht mächtig werde,

was dir unterlegen ist.

Das bitten wir dich,

der du dreieinig lebst und regierst

von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Markusevangelium, Kapitel 10, Verse 35-45:

35 Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sprachen zu ihm: Meister, wir wollen, dass du für uns tust, was wir dich bitten werden.

36 Er sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass ich für euch tue?

37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, dass wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Herrlichkeit.

38 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde?

39 Sie sprachen zu ihm: Ja, das können wir. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, mit der ich getauft werde;

40 zu sitzen aber zu meiner Rechten oder zu meiner Linken, das zu geben steht mir nicht zu, sondern das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist.

41 Und als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes.

42 Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an.

43 Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein;

44 und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein.

45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.

Amen!

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Alttestamentliche Lesung: Aus dem Buch Hiob, Kap. 19, 19-27

(auch Predigttext)

19 Alle meine Getreuen verabscheuen mich, und die ich lieb hatte, haben sich gegen mich gewandt.

20 Mein Gebein hängt nur noch an Haut und Fleisch, und nur das nackte Leben brachte ich davon.

21 Erbarmt euch über mich, erbarmt euch, ihr meine Freunde; denn die Hand Gottes hat mich getroffen!

22 Warum verfolgt ihr mich wie Gott und könnt nicht satt werden von meinem Fleisch?

23 Ach dass meine Reden aufgeschrieben würden! Ach dass sie aufgezeichnet würden als Inschrift,

24 mit einem eisernen Griffel und mit Blei für immer in einen Felsen gehauen!

25 Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben.

26 Nachdem meine Haut noch so zerschlagen ist, werde ich doch ohne mein Fleisch Gott sehen.

27 Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust.

Amen.

 

Predigt

Die Gnade unseres Herrn und Gottes sei mit uns allen. Amen.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Hiob hatte es ja wirklich nicht leicht. Er glaubt sich von Gott auf die Probe gestellt. Und wohl nicht nur wegen seines Glaubens. Nach und nach verliert er alles – seine Kinder, seinen Besitz und Wohlstand und zum Schluss auch noch seine Gesundheit. Allzu verständlich ist es deshalb, dass er Gott anklagt, ihn nicht mehr versteht und natürlich fragt, warum Gott ihm das alles zumutet.

Aber in all seinem Leid hat sich Hiob irgendwie doch eines bewahrt. Er weiß um seine Unschuld! Freunde wollen ihm einreden, dass sein Schicksal mit seinem Tun davor zusammenhängt. Aber Hiob weiß es innerlich anders. Da ist etwas, das unerschütterlich in ihm zu sein scheint, auch wenn äußerlich alles dagegen spricht. Vielleicht ist dieser Hiob mir deshalb manchmal so nah! Und wohl nicht nur mir.

In der alttestamentlichen Lesung etwas weiter oben kurz vor dieser Predigt wird dieses – wie ich finde – wunderbar deutlich. Hiob scheint wieder einmal ganz unten zu sein. Auch dieses Gefühl ist vielen von uns zu manchen Zeiten des eigenen Lebens nicht fremd. Auch nicht, was er da gerade beklagte.

Er erinnert sich an seine Freude, an seine Begleiter. Menschen, die ihm wichtig waren und denen er vertraut hatte. Er scheint sie verloren zu haben, sie scheinen sich verändert zu haben. Er empfindet sie plötzlich als Bedrohung. Vielleicht ja auch, weil sie zu viel von ihm wissen, vielleicht weil er selbst zu gutgläubig war und sich nun ausgenutzt fühlt. Und ebenso vielleicht merken ja einige gerade, während sie diesen Gedanken lesen, dass er ihnen selbst auch nicht fremd ist.

Ich bin nur noch Haut und Knochen, sagt Hiob über sich selbst. Er betrachtet sich selbst und merkt, wie schlecht er aussieht, wie schwach er sich fühlt. Alle Kraft scheint ihn verlassen zu haben. Er kennt sich doch auch ganz anders, erinnert sich daran, wie er einmal war. Wo ist sein Selbstvertrauen, wo ist seine Kraft, sein Mut? Wie ein Häufchen elend fühlt er sich. Auch hier frage ich: Kennt das jemand von sich?

Hiob fühlt sich gestraft, fühlt sich verlassen. Er meint wohl, dass er genügend Zeichen um Hilfe aussendet, dass er oft genug ruft. Aber niemand scheint ihn zu hören. Alle müssten es doch sehen, wird er gedacht haben. Sie müssen doch merken, wie schlecht es mir geht. Warum hilft mir niemand? Ich bin verlassen, von der Welt, den Menschen und von Gott! Verlassenheit, verlassen von der Welt den Menschen und von Gott. Einigen von uns auch nicht unbekannt!

Und Hiob fragt sich schließlich, was eigentlich von ihm bleibt. Große Reden hat er nie geschwungen. An was wird man sich erinnern, wie werden Menschen über ihn denken, was bleibt von ihm? Große Hoffnung hat er nicht. Das Leben geht weiter auch ohne ihn. Was bleibt eigentlich von mir? Und warum? Dieser Frage entziehe ich mich gern, wie manch anderer wohl auch.

Ja, Hiobs Erfahrungen, Hiobs Leiden, all seine Traurigkeiten und Verlassenheiten – all das mag zu viel für ihn sein. Es ist auf jeden Fall dann zu viel, wenn scheinbar alles zusammenkommt, alles über ihm zusammenbrechen zu scheint. Nichts geht mehr! Selbst Gott und Glaube geht irgendwie nicht mehr! Und da ist es schon wieder – ein Gefühl, das uns nicht unbekannt ist, uns manchmal auch überkommt, bei einigen vielleicht sogar gerade wie über Nacht!

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Aber ist dann da wirklich gar nichts mehr? Gibt es wirklich diese totale Gottverlassenheit? Ganz ehrlich – ich glaube es nicht! Denn das müsste dann ja bedeuten, dass Gott sich von mir zurückgezogen hätte, mich aufgegeben hätte. Das könnte doch nur sei, wenn Gott sich entschlossen hätte, nicht mehr für mich da sein zu wollen! Wäre Gott ein Gott, der solches denken und zu solchem fähig sein würde, wäre er für mich von diesem Moment an kein Gott mehr. Ich würde die Bibel nie mehr zur Hand nehmen, würde alles vergessen wollen, was ich darin gelesen und für mein Leben als Traggrund gefunden hätte. Gott wäre dann zu einer bloßen Idee verkommen, die für mich all ihren Wert verloren hätte!

Vielleicht überspitze ich ja gerade etwas, was auch in Hiobs Gedanken immer einmal aufgeblitzt war. Aber genau bei ihm finde ich es, dass es eben nicht so ist, selbst im tiefsten Leid, selbst in den tiefsten Momenten nicht!

„Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

In all seinen leidvollen Erfahrungen, ja am tiefsten Punkt seines Lebens ist Hiob zu diesen Worten fähig! Betrachtet man sie in der Situation, in der sie gesagt und bekannt werden, gehören sie wohl zu den stärksten Worten der ganzen Bibel. „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“ Selbst wenn ich am Boden und im Staub liege, Gott ist da, sagt Hiob. Selbst wenn ich fleischlich nicht mehr da bin, werde ich Gott sehen, glaubt Hiob. Gott wendet sich mir ganz zu, ich werde ihn sehen und spüren, darauf vertraut Hiob. Davon, von diesem Glauben und Vertrauen, ist mein Herz voll, kann Hiob sich am Ende unserer Lesung wieder eingestehen. Gott ist da, für mich! In allem Leid ist dieser Gedanke, dieses Wissen, dieses Vertrauen letztlich sein Glaube, seine Unerschütterlichkeit!

Ich habe ihn, den alten Hiob, vor Augen. Und ich erinnere mich an Menschen, die ich in ganz verschiedenen Lebenslagen in meinem Dienst als Pfarrer begleiten durfte. Ich erinnere mich an viele Gespräche z.B. mit alten Menschen. Sie konnten mir von Dingen erzählen, die in meinen Ohren ganz unglaublich klangen. Von Dingen, die Menschen an Menschen in Kriegen tun können. Von Verlusten, die ganz genau auch Hiob erlebt hatte. Ich kenne Menschen, die mussten so vieles aushalten – an Leid, an Schmerz, an Trauer. Wenn ich mich an viele solcher Gespräche und Situationen zurückerinnere und dann auch ehrlich bleibe, fällt mir eines auf:

Wie oft wollte ich trösten und konnte es nicht? Wie oft ging ich selbst gestärkt aus solchen Situationen heraus, weil es genau umgekehrt war. So viele Leidgeschichten wurden – manchmal unmerklich für die Erzählenden – zu Hoffnungsgeschichten für mich. Da predigten Menschen mir gegenüber von einem Gott in allem Leide, manchmal wohl ohne dass sie es selbst merkten. Und besonders schön, wertvoll und für mich unvergesslich war es dann, wenn sie es in ihren Erzählungen und Erinnerungen dann auf einmal doch ganz klar sehen und auch aussprechen konnten, was Glaube zu tragen vermag – wie es eine alte Frau einmal so sagte: „Wäre der liebe Gott nicht die ganze Zeit bei mir gewesen, ich wäre heute nicht hier!“

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Ja, Hiob klagt, hiob weint, Hiob hadert, Hiob ist am Boden. Aber Gott wohnt immer noch und auch für immer in ihm. Er ist da, er hört, er trägt. Das weiß auch Hiob  selbst. Das nimmt ihm nicht all sein Leiden. Aber er trägt es nicht allein. Er vertraut darauf, dass er Gott eines Tages auch wieder sieht, ihn spürt und ihn hört. Vielleicht wird er ihn niemals wirklich verstehen. Vielleicht werden auch nicht all seine Fragen beantwortet. Aber sein Sehnen nach Frieden, darauf vertraut er, das wird gestillt werden. Von Gott, zu Gott und durch Gott hin!

Und von ihm, von Hiob, müssen wir uns selbst fragen lassen: Wo ist deine Unerschütterlichkeit? Was bewahrst du dir selbst tief in deinem Herzen von Gott? Auch wenn alles um dich herum über dir zusammenbricht! Wo ist dein Vertrauen, dein Glaube, der dich immer wieder neu leben lässt, selbst in den schwersten Zeiten deines Lebens? Gott erlaubt auch dir die Klage, sieht deine Tränen, schaut deine Schwachheit an. Nur eines tut Gott nicht – dich verlassen! Niemals!

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Wir sind mitten in der Passionszeit, einer in diesem Jahr wohl auch wieder besonderen Zeit. Viele merken Verlassenheit, Einsamkeit, Angst du Not ganz anders als sonst, denn vielen von uns ist gerade ein anderes Leben aufgezwungen als sonst! Passionszeit war aber immer auch die Zeit der Besinnung auf schwere Zeiten, die wir mit Gott durchleben und die zu unserem Leben dazugehören. Jesus selbst brauchte solch eine Zeit, wir brauchen solche Zeiten. So ist es wohl auch kein Zufall, dass uns Hiob als Predigttext gerade in dieser Zeit begegnet. Genau in ihm, dem vermeintlich Schwachen und Glaubensfernen, dürfen wir erkennen, dass auch diese Zeiten, die uns selbst vielleicht schwerfallen, immer auch Zeiten mit Gott sind. Einem Gott, der uns niemals einfach dem Leiden überlässt. Am Ende steht immer sein Wort der Liebe und des Neuanfangs mit uns. Darauf vertraut Hiob. Und mit ihm wollen wir es dann auch tun! Vielleicht nicht immer leicht! Aber lohnend! Und mit ihm sprechen wir aus, worauf er vertraut: „Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Fürbittgebet

Gott, du wurdest Diener der Menschen.

Wir beten für alle, die etwas gelten,

die begabt und klug sind, einflussreich und bedeutend:

dass sie bescheiden bleiben;

dass sie nur Aufgaben übernehmen, die sie erfüllen können;

dass sie nicht viele Ämter auf sich häufen,

sondern tun, was ihnen entspricht;

dass sie Zeit haben für ihre Familien und für sich selbst.

 

Wir beten für alle, die sich für unwichtig und unbegabt halten:

dass sie ihre Fähigkeiten entdecken;

dass sie erfahren, wie unentbehrlich auch ihre Arbeit ist;

dass sie merken, wie viel sie anderen bedeuten.

 

Wir beten für alle, die sich für andere einsetzen:

dass sie beim Helfen nicht unversehens herrschen;

dass sie sich eingestehen,

wie viel Freude ihnen das Helfen macht;

dass sie den Dank für ihre Hilfe gern annehmen.

 

Vieles gibt es noch,

worum wir dich, Herr, bitten möchten.

Vertrauensvoll legen wir all das,

was uns auf der Seele liegt,

vor dich und beten in der Stille!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Und dann bitte ich dich:

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –,

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel