Liturgie und Predigt: Pfarrer Rüdiger Dunkel

 

Wochenspruch:

Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. (Joh 1,16)

 

 Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Aus Psalm 105

1 Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern!

2 Singet ihm und spielet ihm, redet von allen seinen Wundern!

3 Rühmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!

4 Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit!

5 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Zeichen und der Urteile seines Mundes,

6 du Geschlecht Abrahams, seines Knechts, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten!

7 Er ist der HERR, unser Gott, er richtet in aller Welt.

8 Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar

und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Herr, guter Gott und Vater!

Wie oft haben wir keine Augen mehr für deine Wunder!

Wir übersehen, was du für uns tust,

nehmen nicht wahr, dass du unter uns wirkst.

Mit uns selbst sind wir beschäftigt,

kämpfen um unsere eigene Macht,

statt dir die Ehre zu geben.

Wie oft lässt du uns deine Güte spüren,

und wir antworten,

indem wir uns immer gegen dich versündigen.

Herr, rechne du uns unsere Schuld nicht an.

Vergib, was auf uns lastet.

Stärke uns und höre,

wenn wir nun in der Stille zu dir beten

und dich um dein Erbarmen bitten!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

So spricht unser Gott:

Siehe, ich habe dir geboten,

dass du getrost und unverzagt seist.

Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht!

Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Gott und Vater,

der du einen Bund mit uns Menschen geschlossen hast:

Erinnere dich an uns.

Schenke uns deine Nähe,

denn wir sind deine Kinder.

Gehe mit uns.

Lass uns spüren, dass du da bist;

lass durch uns andere deine Nähe spüren.

Das bitten wir in Jesus Christus, deinem Sohn,

der mit dir und dem Hl. Geist

lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Epistellesung: Aus dem 1. Korintherbrief, Kapitel 2, Verse 1-10:

1 Auch ich, meine Brüder und Schwestern, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten oder hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu predigen.

2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, ihn, den Gekreuzigten.

3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern;

4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft,

5 auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.

6 Von Weisheit reden wir aber unter den Vollkommenen; doch nicht von einer Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen.

7 Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit,

8 die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.

9 Sondern wir reden, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.«

10 Uns aber hat es Gott offenbart durch den Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen Gottes.

Halleluja! Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. Halleluja!

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Johannesevangelium, Kapitel 2, Verse 1-11

(auch Predigttext)

1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da.

2 Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen.

3 Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.

4 Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.

5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.

6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße.

7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan.

8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm.

9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam

10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.

11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

Amen.

 

Predigt

 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, seinem Sohn, unserem Herrn. Amen.

 Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Erinnert ihr Euch noch daran, als wir uns sonntags im Gottesdienst treffen konnten? Was waren dabei eigentlich immer Eure Erwartungen?

Ich spekuliere einfach einmal. Da gibt es Menschen, für die war es bis vor einigen Monaten ganz normal sonntags in die Kirche zu gehen. Dieser Kirchgang gehörte zum Rhythmus der Woche. Andere haben sich immer darauf gefreut, andere Menschen, Nachbarn oder Freunde zu treffen. Da war das kurze Schwätzchen vor dem Gottesdienst oder auch danach auf dem gemeinsamen Nachhauseweg. Es gibt diejenigen, die sich immer auf die Stille in der Kirche gefreut haben, eine willkommene Abwechslung vom manchmal hektischen Alltag.

Vielleicht gibt es ja auch noch eine viel größere Erwartung? Ich denke nämlich:

Jemand, der in den Gottesdienst kommt, gibt die Hoffnung nicht auf. Er trägt eine Unruhe in sich. Er möchte sich mit dem Bestehenden nicht abfinden. Manche von uns wissen, dass Dinge zwischen Himmel und Erde geschehen, die liegen außerhalb der eigenen Schaffenskraft und des eigenen Einflusses. Und von Jüngeren weiß ich: manchmal warten einige auch auf so etwas wie ein Zeichen der himmlischen Macht und manchmal sogar auch auf ein Wunder. Ja, es gibt immer auch noch die, die gerade in dieser schwierigen Zeit, in der wir gerade leben oder besser: leben müssen, gerne in den Gottesdienst kommen würden, um auf eine Veränderung des eigenen Lebens und der eigenen Lebenssituation zu rechnen, vor allem aber zu hoffen.

In diese Situation hinein wird uns heute als Tagesevangelium eine Geschichte aus dem Johannesevangelium erzählt, in der von einem Zeichen, von einem Wunder die Rede ist, die Hochzeit von Kana. Wir haben sie etwas weiter oben schon lesen können.

 Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Die Hochzeit von Kana zählt bestimmt zu den bekannteren Geschichten aus der Bibel. Auch ich hab‘ sie schon sehr oft, z.B. im Kinder- und Familiengottesdienst, erzählt. Und ich war dann immer verblüfft, wie plausibel sie den Kindern erscheint. Dass Gottes Sohn Wasser zu Wein verwandeln kann, ist für die Kinder oft gar keine Frage. Gott kann alles. Und ein Wunder ist nur der Beweis dafür, fertig!

Leider ist es aber für uns rational denkende Erwachsene meistens leider nicht so einfach. Wir hören die Erzählung vielleicht eher wie ein Märchen, das irgendwie gar keinen Bezug zur Wirklichkeit hat und darum auch nicht so wichtig erscheint. Nicht wenige Theologinnen und Theologen haben sogar Schwierigkeiten mit solchen Wundergeschichten, weil sie das Missverständnis nahelegen, Jesus sei so etwas wie ein Zauberer gewesen. Ich höre so etwas auch oft in Stunden des Konfirmandenunterrichts, wenn wir über die Speisung der 5000 oder andere Wundergeschichten nachdenken.

Aber worum geht es in dieser Wundergeschichte eigentlich wirklich? Lassen Sie uns den Evangelisten Johannes befragen, der die Geschichte aufgeschrieben und in sein Buch des Glaubens eingefügt hat.

Johannes entwirft eine lebensfrohe Szene. Ein Fest ist im Gange, eine Hochzeit wird gefeiert. Jesus, seine Mutter und seine Jünger nehmen daran teil. Johannes will mit diesem Bild den Anfang, den Vorschein eines späteren großen Festes, an dem alle, die glauben, teilhaben werden, skizzieren.

Als der Wein ausgeht, bricht der Mangel aus. Das Fest, das ein Leben symbolisiert, das für Fülle, Verschwendung, aber auch für Zukunft und Hoffnung steht, droht zu scheitern. Jesu Mutter fühlt sich verantwortlich. Und sie macht ihren Sohn auf die Not aufmerksam. Sie traut ihm zu, dass er helfen kann, traut ihm zu, dass er ein Wunder vollbringen kann.

Aber Jesus weist sie mit schroffen Worten zurück. Es geht ihm überhaupt nicht um die Rettung einer Feier. Er lässt sich nicht vereinnahmen für die Zwecke anderer. „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“ (V.4), so sagt er. Noch nicht!

Bei Johannes ist genau diese Stunde erst viel später. Für Johannes ist es die Todesstunde Jesu am Kreuz. In diesem Moment, dann erst wird die ganze Welt erkennen, dass Jesus Gottes Sohn ist, der das Heil und die Rettung bringt.

Hier jedoch ist es noch lange nicht soweit. Es wird noch viel geschehen bis dahin.

Jesu Mutter lässt sich aber nicht abschrecken. Sie geht einfach davon aus, dass Jesus schon helfen wird. Sie scheint sich gar nicht um das zu kümmern, was Jesus sagt, es scheint sie auch nicht besonders getroffen zu haben. Sie geht und bereitet die Diener auf alles Weitere vor, was mit Sicherheit geschehen wird.

Und Jesus handelt tatsächlich! Schon jetzt. Er ergreift die Initiative und befiehlt den Dienern, die Krüge mit Wasser zu füllen.

Für mich höre ich hier: auch die Menschen, auch wir Menschen müssen handeln. Die Gefäße müssen mit Wasser gefüllt werden, damit Jesus sie in Wein verwandeln kann. Wir dürfen etwas Kostbares für unser Leben erwarten, aber wir müssen uns auch darauf vorbereiten.

Das Wunder selbst wird dann gar nicht beschrieben.
Nur ein kleiner Satz sagt lapidar: Er, der Speisemeister, kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Wie die Verwandlung geschieht, scheint nicht wichtig zu sein.

Dafür wird aber die öffentliche Wirkung umso größer herausgestellt: der verwandelte neue Wein ist viel besser als der, den es bis jetzt bei der Hochzeit gab. Der Bräutigam bekommt den Vorwurf zu hören, ihn absichtlich zurückgehalten zu haben. Logisch ist das allerdings alles nicht. Wozu hätte es denn gut sein sollen, die Gäste zum Schluss noch mit gutem Wein zu versorgen? Nein, es geht um die Größe des Wunders, es geht um die Größe dessen, der es vollbrachte. Es geht schließlich um den Glauben.

Und dann sagt Johannes: „Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“ (V.11)

Das erste Zeichen. Sieben werden es insgesamt sein, von denen Johannes in seinem Evangelium erzählt. Es beginnt mit der Verwandlung von Wasser zu Wein und wenn wir aufmerksam weiterlesen, wird es mit dem 7. und größten Wunder, der Auferweckung des Lazarus, enden.

 Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Alle Zeichen, alle Wunder haben bei Johannes nur einen einzigen Zweck: Sie offenbaren seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit Jesu, der Gottes Sohn auf Erden ist. An ihnen erweist sich, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der Messias. Und die Jünger glauben es. Bis jetzt nur sie! Später dann wird es die ganze Welt erkennen.

So erzählt es Johannes heute in unserem Tagesevangelium. Nicht auf das Wunder selbst sollen wir schauen, sondern auf das Zeichen, das damit verbunden ist. Wir sollen es richtig deuten.

Und das ist es, worauf wir warten, wenn wir in den Gottesdienst gehen bzw. wenn wir ihn jetzt vereinzelt an Küchen- oder Wohnzimmertischen feiern, weil wir ihn gerade lesen. Wir warten auf ein Zeichen der Hoffnung, auf das wir vertrauen können. Viele Menschen tun das gerade!

Es gibt ja auch viele Gründe, auf eine Wende zu hoffen. Genau so wie es gerade viele Gründe gibt, die uns Menschen hin-und hertreiben und unruhig machen: diese Welt ist anders geworden . Sie ist immer noch unfriedlich an so vielen Orten. Aber da ist auch das ganz Andere, das, was uns in unserem persönlichen Leben beschwert und ängstigt:

– da sind die Konflikte, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen,

– da stehen und schwierige Entscheidungen und Neuanfänge bevor.

–  da ist die Lebenskrise, die aussichtslos erscheint,

– und da ist eine Krankheit, die so vieles anders gemacht hat, die dafür sorgt, dass unser tägliches Leben und vielleicht sogar unsere eigene Lebensplanung und Zukunft anders gedacht und gelebt werden muss.

 Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Wir Christinnen und Christen rechnen manchmal mit dem Eingreifen der Macht zwischen Himmel und Erde. Wir rechnen manchmal mit einem Wunder. Nicht so, wie es die Mutter Jesu tut. Dass sich eine Notlage auf einmal wie durch Zauberei in Luft auflöst, wird selten passieren. Und es passiert auch jetzt in unsren Tagen nicht! Ein langer Atem ist und bleibt gefragt! Vieles scheint auf einmal unsicher!

Aber dass Jesus Christus, dass Gottes Sohn uns neue Hoffnung schenkt, dass er uns beisteht in allem, was uns beschwert und uns die Lebens- und die Glaubenskraft rauben will, das ist sicher! Darauf dürfen wir vertrauen, im Leben, sogar im Sterben. Wenn seine Stunde kommt, werden wir es alle erkennen.

Schon jetzt sehen wir deshalb mit offenen Augen und mit offenem Herzen  die Zeichen, schon jetzt offenbart Gott in Jesus Christus seine Herrlichkeit in dieser Welt, aller Welt zum Trotz. Und wie die Jünger können, dürfen und müssen wir daran glauben. Dadurch und dann wird sich unser Leben verändern, das ist gewiss. Wir werden weiter in Gottes Herrlichkeit leben dürfen! Worauf sonst hofft jemand, der einen Gottesdienst besucht? Worauf sonst sollten wir hoffen, wenn wir dieses hier gerade lesen und daran denken, dass wir es nicht allein tun? Amen.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Fürbittgebet

In dir, Gott, ist Freude in allem Leid.

So denken wir vor dir an die Menschen,

die keinen Grund zur Freude sehen,

die von Kummer und Sorge erdrückt werden.

Richte sie auf, damit sie dein Heil sehen können.

 

Wir denken vor dir aber auch an die Menschen,

denen es gut geht, die sich freuen können

und die Lust am Leben haben.

Zeige ihnen den Weg,

dass auch sie dein Heil erreichen

und sich nicht verrennen.

 

Wir denken vor dir an alle Menschen,

der Verantwortung zu tragen haben.

Dass sie den Ernst ihrer Verantwortung erkennen

und die Last tragen können,

nach Fürsorge für andere im Kleinen wie im Großen zu trachten.

 

Wir denken vor dir an die Kirchen,

die dein Wort und dein Heil verkündigen

und die es nun an vielen Orten

so ganz anders tun müssen;

dass sie es so tun,

dass viele dennoch die Freude deines Heils

durch sie erleben können.

 

In dir ist Freude, guter Gott, in allem Leide.

Dir dürfen wir alles anvertrauen,

auch jetzt in der Stille.

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Und dann bitte ich dich:

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –,

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

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