Liturgie und Predigt: Pfarrer Rüdiger Dunkel

 

Spruch in den Abend:

Meine Zeit steht in deinen Händen. (Ps 31,16a)

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangspsalm: Aus Psalm 121

In den letzten Stunden eines zu Ende gehenden Jahres merken wir,

wie die Zeit dahingeht.

Die Zeit, die zurückliegt, Herr,

legen wir vertrauensvoll in deine Hände.

Alles, was wir sagten, alles, was wir taten,

stellen wir unter Worte eines alten Psalms:

 

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.

Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom HERRN,

der Himmel und Erde gemacht hat.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,

und der dich behütet, schläft nicht.

Der HERR behüte dich vor allem Übel,

er behüte deine Seele.

Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang

von nun an bis in Ewigkeit!

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar

und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Gott aller Zeit und aller Zeiten,

am Ende eines Jahres stellt sich uns die Frage

nach dem, was geschehen ist.

Was ist uns passiert? Was haben wir getan?

Es war so unverhofft anders.

Es war hart, es war schmerzvoll –

für so viele Menschen

Erinnern wir uns auch daran,

Was es Schönes gebracht hat?

Oder ist das alles zugedeckt?

Gott, wir bringen all unsere dunklen Gefühle und Gewohnheiten zu dir.

Unsere Verletzungen, unsere Traurigkeiten.

Wir bringen zu dir unsere Unbedachtheiten

und unseren Zorn,

unsere Ungeduld und unseren Hass.

Wir bringen zu dir unseren Argwohn und unseren Hochmut,

unsere Trägheit und das leidige Gewohnheitsdenken.

Wir stehen vor dir, Gott,

und unsere verlebte Zeit klagt uns an.

Wir bekennen, dass wir schuldig geworden sind.

Wir bitten dich um Vergebung für das, was wir getan

und für das, was wir unterlassen haben.

Schenke uns Zeit aus deiner Ewigkeit!

In der Stille wollen wir,

eine jede und ein jeder für sich, dir anvertrauen,

was uns noch als Last auf der Seele liegt.

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Was gewesen ist,

brauchen wir nicht zu vergessen

und nicht zu verleugnen.

Wir wollen es bewahren als Erfahrung

und als Hilfe für die Zukunft

und daran denken,

was Gott uns verheißt:

Siehe, ich habe meinen Engeln befohlen,

dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen

und dass sie dich auf den Händen tragen

und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Guter Gott und Vater,

du rufst uns zu dir,

unablässig, zu jeder Zeit.

In deinem Hause sind wir Gäste.

Ja, mehr noch: wir sind deine Freunde.

Wir alle haben Wohnrecht bei dir,

deine Tür bleibt uns allen offen,

solange wir leben

und auch danach in Ewigkeit.

Dies war so,

in der Zeit, die hinter uns liegt,

dies bleibt für die Zukunft,

die du uns eröffnest.

Dafür danken wir dir.

In Jesu Namen. Amen.

Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 13, Verse 24-30:

24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.

25 Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.

26 Als nun die Halme wuchsen und Frucht brachten, da fand sich auch das Unkraut.

27 Da traten die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?

28 Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du also, dass wir hingehen und es ausjäten?

29 Er sprach: Nein, auf dass ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet.

30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt in meine Scheune.

Halleluja! Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen in Jesus Christus! Halleluja!

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Alttestamentarische Lesung: Aus dem 2. Buch Mose, Kapitel 13, Verse 20-22:

(auch Predigttext)

20 So zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste.

21 Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.

22 Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht.

Amen.

 

Predigt

 Die Gnade unseres Herrn und Gottes sei mit uns allen. Amen.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Wen bezeichnet Ihr spontan als besten Freund? Als wirklich besten Freund? Manche könnten das sofort tun, weil sofort klar ist, wer dafür allein in Frage kommt. Andere müssten erst einmal kurz überlegen, wer unter den vielen Freunden nun wirklich der beste sein soll. Ich gehöre zu den ersteren. Für mich ist ganz klar, wer für mich mein bester Freund ist. Das ist und bleibt mein Vater! Wir haben soviel zusammen gemacht. Wir können miteinander lachen und weinen. Wir erzählen uns alles, weil wir wissen: es ist geborgen. Und wir nehmen ernst, was wir einander sagen.

In einem allerdings habe ich, wenn ich zurück überlege, bis vor gar nicht allzu langer Zeit immer gelächelt. Mein Vater sagte in den vergangenen Jahren oft: Du, je älter man wird, desto schneller rast die Zeit! Ich habe ihn dann immer belächelt und gedacht: „Ja, Vater, nun nimm’s mal nicht so schwer. So schlimm ist das doch nicht!“ Mein Vater weiß bis heute nicht, dass er mit seinem Gedanken und mit seinen Worten eigentlich jedes Mal mit dem 90. Psalm zu seinem Gott betet. Allein darüber musste ich schon immer lächeln. Aber, ganz ehrlich, je älter ich selbst werde, desto mehr spüre ich die Wahrheit in seinen Worten. Ich bin sogar heute schon so weit, dass ich sagen kann, er hat Recht.

Ich schreibe davon zu Beginn meiner Gedanken, weil ich natürlich auch für mich nicht verschweigen kann und natürlich auch spüre, dass sich dieser Altjahrsabend eben doch von anderen Abenden unterscheidet. Ob ich damit sentimental bin, weiß ich gar nicht. Aber natürlich kann ich mich von dieser besonderen Stimmung dieses Abends nicht ganz frei machen. Ich kann es eigentlich gar nicht erklären. Ehrlich und Hand auf’s Herz: Irgendwie ist dieser Abend doch anders als sonst!

Wenn ich es für mich erklären müßte, warum, würde ich sagen: Es ist die Unsicherheit des Moments! Fast ein wirkliches Gefühl von Zeitenwende! Schauen wir sonst meist auch dankbar zurück, weil da so vieles in einem Jahr war, machen wir es in diesem Jahr wohl genau anders herum. Weil da so vieles war, schauen wir lieber hoffend nach vorn. Es ist das Schauen auf eine Zukunft mit noch vielen offenen Fragen. Da sind offene und neue Wege, die warten. Viele immer auch noch von Sorgen begleitet. Aber da ist auch der Blick zum Horizont, an dem wir das Glück erahnen – das Glück auf neue Unbeschwertheit, auf Umarmungen und auf viele Dinge des Lebens, die uns selbstverständlich waren, dann auf einmal nicht mehr und hoffentlich bald wieder! Den Gottesdienst in unserer Ev. Lukas-Kirche hier in Winzenheim zähle ich dazu. Viele Gedanken und Gefühle bewegen mich bei diesem Jahreswechsel deshalb vielleicht mehr als sonst!

Und je öfter ich in den vergangenen Wochen und Tagen an den Jahreswechsel gedacht habe und je näher er rückte, desto klarer wird mir, was mich als Grundgefühl eigentlich so stark bewegt.

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Leserinnen und Leser!

Es ist ein ganz tiefer Moment der Dankbarkeit. Ich erkenne die Einzigartigkeit meines Lebens. Ich erinnere mich an Momente, von denen ich weiß, dass sie ebenso unwiederbringlich in meinem Kopf und in meinem Herz eingegraben sind; diesmal sind es Momente des Leids genauso wie Momente des tiefen Glücks. Und ich erkenne, nichts in meinem Leben wird mir zweimal geschenkt.

Natürlich kann ich für die Gnade Gottes danken, und wir tun das ja auch oft; aber ich bekomme diese Gnade, dieses Leben, jeden Tag und jede Stunde immer auch wieder neu geschenkt. Gott nimmt mich mit, er führt und  leitet mich. Das gilt, wenn ich zurückschaue auf meine 62 1/2 Jahre. Wie oft war da die Nähe Gottes so deutlich spürbar. In diesem Jahr hat er es vielen von uns vielleicht nicht leicht gemacht, genau darauf zu vertrauen. Aber er war da! Und es gilt, wenn ich auf den Weg schaue, den Gott mit mir gehen will. Er bleibt da! Wie dankbar darf ich weiter auf seine Güte hoffen.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Gott geht mit uns. Gott geht mit uns nicht zurück, er geht vorwärts mit uns – vielleicht auch in eine für uns neue Zeit,  in der sicher auch vieles anders wird und bleibt! Gott geht mit uns immer aber weiter in seiner Zeit. So hat er Menschen von Anfang an begleitet. Eine Erfahrung, die auch natürlich für sein Volk Israel galt. Wie diese Führung, diese Bewahrung Gottes aussehen kann, beschreiben drei kleine unscheinbare Verse aus dem 13. Kap. des 2. Mose (20-22), die uns an diesem Abend als Predigttext mitgegeben sind und die nun wirklich sogar nicht silvestervollmundig sind, aber wohl doch für mich sehr schön beschreiben, woran es an diesem Abend zu denken gilt. Da heißt es:

20 So zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste. 21 Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.

22 Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht.

Halten wir uns kurz vor Augen: Das Volk Israel hat Ägypten und die eigene Sklavenschaft gerade verlassen. Es lagert nun am Rande der Wüste. Es ahnt die Verfolgung durch den Pharao noch nicht. Es weiß aber, dass sie den kürzesten Weg nicht gehen können. Der würde durch das Land der Philister führen, was Krieg und Tod bedeuten würde. Nein sie ahnen, sie werden lange gehen müssen, mitten durch die Wüste. Ein Umweg von Jahren aber eben sicherer, immer noch gefährlich, aber doch wohl sicherer. Und alle diese Menschen befinden sich auf der Schwelle, auf der Grenze zwischen dem Alten, dem Verhassten, aber doch irgendwie Vertrauten und dem Aufbruch ins Neue, in das verheißene Land, das eben mit dem Weg durch die Wüste beginnt. Und Gott selbst macht es ihnen leicht, zu vertrauen. Am klaren, wolkenlosen Tag sehen sie vor sich eine Wolkensäule, in der Nacht ein leuchtendes Feuer auf ihrem Weg. Beide Bilder, im Alten Testament oft gebraucht, wollen zweierlei beschreiben: Einmal die Nähe Gottes, ich bin für euch da. Und die Begleitung Gottes, ich gehe mit euch. Gott ist nicht das Ziel, auf das das Volk Israels zuläuft; Gott selbst führt sein Volk an das Ziel. Gott ist da, geht alle Wege mit, er schützt und er führt.

Wolkensäulen heute Abend zu erkennen, wer weiß? Und Lichter in der heutigen Nacht künden eigentlich nur davon, dass sich einige nicht an Regeln halten können, und nur sich selbst wichtig sind! Und trotzdem, wenn wir es auch nicht so deutlich vor unseren Augen haben: diese kleinen Verse des Alten Testamentes wollen uns nicht nur an eine alte Geschichte des Volkes Israels mit seinem Gott erinnern. Nein, sie werden uns heute Abend ins Herz gelegt.

Es ist der gleiche Gott, der zu uns spricht: ich bin für euch da, ich schütze euch, ich leite euch auf meinen Wegen. Es sind nicht die kürzesten Wege, die ich, euer Gott, mit euch gehe. Meine geliebten Kinder! Manche Wege werdet ihr vielleicht nicht einmal verstehen, weil sie euch selbst so unglaublich scheinen, ich traue sie euch dennoch zu. Und in allem vertraut darauf: Ich bin bei euch, ich gehe mit, ich schütze und ich leite euch.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Könnten wir es doch schaffen, vielleicht wieder neu schaffen, uns von dieser Gewissheit auch neu ergreifen zu lassen. Es würde uns helfen, zu erkennen, dass wir gemeinsam auf dem Weg sind; es würde uns helfen geschwisterlicher miteinander zu leben. Es würde uns stark machen, die offenen Fragen über die kommende Zeit nicht als einen Abgrund zu betrachten, der sich sorgenvoll vor uns auftut; nein, wir würden die offenen Fragen nach Gesundheit und neuem Leben, nach Zukunft, nach Frieden, nach Gerechtigkeit, nach einem guten Leben für unsere Kinder und Enkel, nach einem glücklichen Leben für uns selbst natürlich auch für uns annehmen, weil wir kreativ und schöpferisch miteinander umgingen und Leben neu gestalten. Das, liebe Schwestern und Brüder, ist der Weg, auf den Gott selbst uns mitnimmt und vorangeht.

Genau so soll es auch für unser Leben gelten. Wir wissen nicht, was kommt. Und das ist gut so. Aber wir wissen: es kommt etwas, es geht immer weiter, weil Gott mit uns geht. Deshalb dürfen wir dankbar annehmen, was auf uns wartet, denn Gott ist da. Ganz egal, ob wir sorgenvoll oder freudig erregt auf die kommende Zeit zugehen, über allem und vor allem steht eine Verheißung, die von Gott her gilt und die Ernesto Cardenal, Befreiungstheologe und einer der bedeutendsten Dichter Nicaraguas in seinen wunderschönen Worten, die mich seit meiner Jugend begleiten, einmal so ausdrückte: „Wir sind noch nicht im Festsaal angelangt, aber wir sind eingeladen! Wir sehen schon die Lichter und hören die Musik!“

Euch allen ein gesegnetes, ein gutes und begleitetes Jahr 2021!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Fürbittgebet

Herr guter Gott,

Sonst hängen wir meist noch am vergangenen Jahr,

Aber heute schauen wir doch lieber auch in die Zukunft.

Wir bleiben dir dankbar für alle Zeit,

die du uns geschenkt hast

und bringen unsere Bitten vor dich:

Wir bitten dich um ein gesegnetes Jahr,

um gesundes und behütetes Leben,

um eine gute Zeit und Tage mit erfüllten Stunden.

Wir bitten dich aber auch

Für die vielen Opfer durch Krankheit in diesem Jahr

und für die vielen Menschen,

die nun trauernd zurückbleiben.

Wir bitten dich um offene Augen,

die dich in allen Dingen am Werk sehen;

um Augen, die hellsichtig sind für die Gaben,

die du uns schenkst.

Wir bitten dich um offene Ohren,

die uns auch die leisen und unausgesprochenen Bitten

unserer Mitmenschen hören lassen.

Wir bitten dich um Behutsamkeit

im Umgang mit schwierigen Menschen.

Wir bitten dich um ein gutes Gedächtnis

für die Sorgen anderer und für Dinge,

die wir zu tun versprochen haben.

Wir bitten dich

um ein fröhliches Gesicht und um ein Lächeln,

das aus unseren Herzen kommt.

Wir bitten dich,

begegne uns auf den Wegen,

die wir gehen werden;

tritt uns entgegen in den Menschen,

die von uns Hilfe erwarten.

Lass unser Leben in deiner Hand ruhen,

denn unsere Zeit liegt in deinen Händen.

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Und dann bitte ich dich:

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –,

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen ein gesegnetes neues Jahr 2021!

Kommt gut durch die Zeit,

passt auf euch auf und bleibt gesund!

Wir seh‘n uns wieder!

Und es wird uns eine Freude sein!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

 

Leave a Comment