Liturgie und Predigt: Pfarrer Rüdiger Dunkel

 

Wochenspruch:

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch. Der Herr ist nahe. (Phil 4,4.5b)

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Aus Psalm 102

13 Du aber, HERR, bleibst ewiglich und dein Name für und für.

14 Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, dass du ihm gnädig seist, und die Stunde ist gekommen,

16 dass die Völker den Namen des HERRN fürchten und alle Könige auf Erden deine Herrlichkeit,

17 wenn der HERR Zion wieder baut und erscheint in seiner Herrlichkeit.

18 Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht.

20 Denn er schaut von seiner heiligen Höhe, der HERR sieht vom Himmel auf die Erde,

21 dass er das Seufzen der Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes,

22 dass sie in Zion verkünden den Namen des HERRN und sein Lob in Jerusalem,

23 wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem HERRN zu dienen.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar

und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Herr, guter Gott und Vater!

Mitten in diese Welt willst du kommen,

die so unfertig auf dich wartet.

Wir bringen die Bruchstücke unseres Lebens vor dich

und hoffen darauf,

dass du kittest, was in uns zerbrochen scheint.

Statt in Stille zu warten, um zu spüren,

wie nahe du uns schon bist,

verlieren wir uns in den Tagen,

die wir so manches Mal wie ein Geschwätz zubringen.

Deshalb komm, Herr;

komm und erbarme dich unser!

In der Stille beten wir – jede und jeder für sich – zu dir!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Guter Gott und Vater!

Wir vertrauen auf deine Güte und dein Erbarmen,

denn du selbst hast es uns zugesagt,

so wie dem Mose:

Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig,

und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.

Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Gott, unser Befreier, du erhebst,

die tief unten sind:

Wie Elisabeth und Maria einander umarmten

und dein Lob gesungen haben,

erfülle auch uns mit seinem Geist,

dass wir einander bestärken

in der Hoffnung auf dein Erbarmen.

Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Amen.

 

Epistellesung: Aus dem Philipperbrief, Kapitel 4, Verse 4-7:

4 Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!

5 Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!

6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!

7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.

Amen.

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Lukasevangelium, Kapitel 1, Verse 26-38:

(auch Predigttext)

26 Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth,

27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.

28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!

29 Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?

30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden.

31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben.

32 Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben,

33 und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.

34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß?

35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.

36 Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei.

37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.

38 Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Amen.

 

Predigt

 Die Gnade unseres Herrn und Gottes sei mit uns allen. Amen.

 Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Oft schon haben wir hier an dieser Stelle über eine ganz bestimmte Frau nachgedacht, schon oft war die „die Maria“ hier das Thema. Heute begegnen wir ihr in unserem Tagesevangelium, das wir etwas weiter oben gerade gelesen haben, wieder einmal. Doch nicht nur ihr, auch dem Engel Gabriel begegnen wir in diesem ersten Kapitel des Lukasevangeliums.

 Viele Gedanken haben wir uns in so vielen Gottesdiensten schon gemacht über dieses junge Mädchen Maria. Unverhofft und unverheiratet schwanger, eigentlich auszustoßen aus jeglicher Gemeinschaft. Und an ihrem wunderbaren Lied, an dem Magnificat, das wir im gleichen Kapitel des Lukasevangeliums finden, können wir uns immer wieder neu klar machen, welchen Mut es sie gekostet haben muss, gegen alle Widrigkeiten anzugehen.

Wir haben gelesen, wie der Engel ihr die Geburt ankündigt. Mehr erfahren wir eigentlich nicht. Und wieder bleibt die Frage offen, die seit jeher Menschen bewegt, Dogmatiker zu schwierigen Büchern treibt, Menschen an der ganzen Gottesgeschichte zweifeln lässt, und verzweifelt Rechtgläubige manchmal auf die Barrikaden drängt, nur wenn man einmal ganz menschlich nachfragt: Wer war’s denn nun? Wie war das mit der jungfräulichen Empfängnis, mit der – wie es immer wieder gesagt wird –„Jungfrauengeburt“? Wissen Sie, wie das war?

Das scheint eine Frage zu sein, die einige Menschen tatsächlich brennend zu interessieren scheint. Für andere ist es auch einfach eine offene Frage, um sich vom Christsein endgültig zu verabschieden, so nach dem Motto: „Aufgeklärte Menschen wissen, dass das so ja wohl nicht gewesen sein kann, also stimmt wahrscheinlich der ganze Rest auch nicht!“ Allerdings glaube ich mittlerweile, dass Menschen, die so denken und reden, diese Maria einfach als den einfachsten anzunehmenden Vorwand missbrauchen, um etwas zu vollziehen, was sie sowieso getan hätten. Es gibt nämlich Menschen, die halten es einfach nicht aus, etwas zu glauben, etwas anzunehmen, was eigentlich nicht zu erklären ist; Menschen, die aus einem Glauben allzu gern ein Wissen machen würden, weil ihr ganzes Leben aus Suchen nach Sicherheiten besteht. Dass aber nichts sicher ist, merken wir in diesen tagen so deutlich wie schon lange nicht!

 Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Könntet Ihr eigentlich jetzt darauf antworten, wenn man Euch fragen würde: „Sag’ mal, wie war das eigentlich damals mit der Maria und ihrer Empfängnis?“ Ich könnte es – ehrlich gesagt – nicht!

Die Jungfrauengeburt – das Wort allein stimmt ja eigentlich schon nicht – wurde seit frühester Zeit oft herangezogen, um an Versen der Bibel das für einen gesunden Menschenverstand so Unglaubliche zu belegen: Jesus wurde auf göttliche Weise gezeugt, denn bei Gott ist nichts unmöglich. Und der Versuch der Erklärung dieser wunderbaren Zeugung hat es schließlich geschafft, dass wir dieser Maria in unserer Tradition nur noch sehr befangen begegnen. Oft wenn wir von Maria reden, tragen wir die unerledigte Frage nach der wundersamen Zeugung irgendwie mit und alle Statuen, Standbilder, die uns meist eine blasse, demütige Frau nahebringen wollen, die glauben wir so nicht.

Aber trotz aller Schwierigkeiten: Sonntag für Sonntag bekennen wir uns zu dieser Maria und zu dieser wundersamen Geschichte der Zeugung. In unserem Glaubensbekenntnis, gerade etwas weiter oben konnten wir es lesen, bekennen wir: „empfangen durch den heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“ – so als gäbe es nichts zu deuteln oder zu fragen. Ich weiß gar nicht, ob alle diesen Satz bewusst mitsprechen, ob manche an dieser Stelle schweigen. Pubertierende Jugendliche kommen hier manchmal ins Kichern und Tuscheln. Es zeigt, wie festgelegt wir diese Frau haben, auf eine Rolle, die wir uns zurechtgebogen haben, auf eine offene Frage, die uns den Zugang zu ihr erschwert.

Ich darf ihnen gestehen, mir selbst ist dieser ganze Komplex, der für manche so wichtig zu sein scheint, ganz und gar unwichtig. Mir war schon immer der Mensch Maria wichtig, eine starke Frau mit einem – wie ich es meine, spüren zu können – enormen Selbstbewusstsein. Immer da, wo ich ihr begegne, kann ich lernen. In der Erzählung heute begegnet sie uns in der Auseinandersetzung mit dem Engel Gabriel. Von beiden und von dieser Geschichte können wir etwas mitnehmen.

Ich weiß nicht, wie es uns erginge, wenn uns solch ein Engel erschiene. Vielleicht wären wir stumm. Maria ist es nicht; sie erschrickt zwar, aber sie fragt nach, sie denkt nach. Sie hört sich alles an, entscheidet sich selbst, das Verkündete anzunehmen, lässt es eben nicht einfach so über sich ergehen. Sie wird für mich damit auch zu dem Sinnbild eines Menschen, der freie Entscheidungen treffen will. Sie lässt sich nicht so ohne Weiteres einlullen von Versprechungen und Lob. Sie nimmt einen neuen Lebensabschnitt bewusst an.

Von ihr darf ich lernen: Wie ist es eigentlich mit mir, wenn mir unverhofft Neues begegnet? Wie geht es mir, wenn mich andere dazu bewegen wollen, etwas Neues anzufangen – in einem Verein, in einer Kirchengemeinde, in meinem Leben? Entscheide ich mich, lasse ich mich drängen, verweigere ich mich? Höre ich wirklich zu und entscheide ich mich dann wirklich frei?

Und da ist das, was der Engel der Maria sagt. Auf ihre Nachfrage, wie es denn mit der Zeugung zugehen solle, antwortet der Engel etwas verworren. Er selbst kann der Maria den Weg zur Erfüllung dieser göttlichen Verheißung auch nicht genau aufzeigen. Er bleibt ziemlich allgemein. Aber er gewinnt sie für diese neue Aufgabe, für diesen neuen Lebensabschnitt, zu dem sich Maria entscheidet.

Somit wird für mich die Begegnung zwischen Maria und Gabriel eben zum Sinnbild für Situationen, in denen wir über uns selbst hinauswachsen, weil andere, weil Gott uns etwas zutraut, weil da Raum ist für Eigenes und für Überraschungen. Und wenn das so ist, dann muss ich mir gut überlegen, ob ich andere Menschen festlege auf das, was ich von ihnen weiß, auf Klischees oder auf Rollenmuster. Gott traut Menschen, hier am Beispiel der Maria, persönliche Entwicklung und Veränderung zu. Wie schön wäre es, wenn ich mir das merken könnte!

Dann kommt das, was mich am meisten an Maria beeindruckt. Damit Neues entstehen kann, ja damit wir einer Verheißung – so sie uns denn zukommt – wirklich nachgehen können, müssen wir einen Zugang zu ihr finden. Aber wie geht das eigentlich? Wie können wir Gottes Stimme hören – in uns, um uns herum? Auch hier ist Maria das für mich beeindruckende Beispiel. Sie hat offenbar eine gute Beziehung zu sich selbst. Sie erschrickt, aber ängstigt sich nicht. Sie hat ihre Ruhe sofort wieder. Ich glaube, dieser gute Kontakt zu dem eigenen Wesen, zu der eigenen inneren Stimme, eben zu sich selbst, zu ihren eigenen Gefühlen und Gedanken, macht diese Maria offen für den Dialog mit Gott durch seinen Engel. Ja, ich glaube, nur dieses eigentliche Ruhen in sich selbst, hat die Maria zuhören lassen, abwägen lassen und zur Entscheidung frei gemacht. Dieses gute Ruhen in sich selbst war somit die allererste Voraussetzung für die Geburt Jesu.

Wenn ich an diesem Punkte dann weiterdenke, drängt sich mir natürlich die Frage auf, wie viel zukunftsöffnender so manche persönliche, so manche öffentliche, so manche kirchliche Entscheidung wäre, wenn sie aus einem guten und vor allem selbstkritischen Kontakt zu sich selbst heraus erfolgen könnte. Allzu oft ordnen wir uns sogenannten Sachzwängen oder Notwendigkeiten unter und tragen mit, was wir in freier Entscheidung niemals so zugelassen hätten. Haben wir dann wirklich so tief in uns hineingehorcht, dass wir zumindest ehrlich uns selbst gegenüber geblieben sind? Oder würden wir manchmal nicht einfach gern vor dem davonlaufen, was wir selbst mit auf den Weg gebracht haben?

Nun: wie gut, dass Maria damals nicht einfach davongelaufen ist! Wäre sie das keusche Mädchen gewesen, zu dem sie später gemacht wurde, dann hätte sie – sozusagen rollengemäß – davonlaufen müssen: vor dem Engel, vor Gott, und nicht zuletzt vor sich selbst und den Menschen um sie herum. Ob es dann diesen Jesus so gegeben hätte, den wir in wenigen Tagen als Ursprung und Vorbild unseres christlichen Glaubens feiern?

Ein vielleicht fast ketzerischer Gedanke! Aber er macht zumindest deutlich, welch großes Gewicht dem Mut und der Verantwortungsbereitschaft der Maria zugestanden werden muss! Ihre Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Gabriel und den Herausforderungen, die sie als göttliche Verheißung erkannt hat, steht am Anfang unserer Glaubensgeschichte! Daran gibt es nichts zu rütteln!

An Maria und Gabriel sehen wir weiter: Es ist nicht einfach, sich auf diese Herausforderungen Gottes einzulassen. Aber wir sehen eben auch: Maria war fähig, Gottes Verheißung mit Leben zu füllen. Vielleicht, weil sie eigentlich wenig zu verlieren hatte. Vielleicht aber gerade auch, weil sie viel Selbstvertrauen hatte. Bestimmt aber, weil sie wusste, wer da am Werke war – neben Gabriel, Josef und Elisabeth. Da war das Vertrauen auf Gott und seinen heiligen Geist. Und genauer ist der Beginn unseres Glaubens leider nicht zu fassen, auch wenn das wahrscheinlich wieder einigen nicht reichen wird!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Fürbittgebet

Herr, guter Gott und Vater!

Der Keim zu einer neuen Welt ist gelegt.

Nun lass in all unsere Sorgen

auch wieder Freude wachsen und mit ihr die Hoffnung,

die wir Menschen brauchen, um zu überleben

in Zeiten von Unsicherheit, Zukunftsangst und Friedlosigkeit.

 

Der Keim zu einer neuen Welt ist gelegt.

Nun lass in all unsere Sorgen

auch wieder Freude wachsen und mit ihr den Glauben,

den Menschen brauchen, um Leben zu finden

in schwieriger Zeit, in der so vieles erschüttert scheint

und Menschen sich nach dir sehnen.

 

Der Kein zu einer neuen Welt ist gelegt.

Nun lass in all unsere Sorgen

auch wieder Freude wachsen und mit ihr die Liebe,

die Menschen brauchen, um miteinander Leben zu gestalten,

ein Leben, wie du es versprichst,

wo keiner festhalten muss, was er hat,

sondern geben kann und dadurch erhält, was er braucht:

Leben in Fülle und Gemeinschaft.

 

Lass uns in der Vorfreude auf dein Reich

jetzt schon dieses Leben entdecken und weitergeben.

Alles, was uns heute auf der Seele liegt,

bringen wir in der Stille vor dich!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Und dann bitte ich dich:

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

 

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –,

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

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