Liturgie und Predigt: Pfarrer Rüdiger Dunkel

 

Wochenspruch:

Bereitet dem HERRN den Weg; denn siehe, der HERR kommt gewaltig. (Jes 40,3.10)

 

 Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Psalm 85

2 HERR, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande und hast erlöst die Gefangenen Jakobs;

3 der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und all ihre Sünde bedeckt hast;

4 der du vormals hast all deinen Zorn fahren lassen und dich abgewandt von der Glut deines Zorns:

5 Hilf uns, Gott, unser Heiland, und lass ab von deiner Ungnade über uns!

6 Willst du denn ewiglich über uns zürnen und deinen Zorn walten lassen für und für?

7 Willst du uns denn nicht wieder erquicken, dass dein Volk sich über dich freuen kann?

8 HERR, zeige uns deine Gnade und gib uns dein Heil!

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar

und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Herr guter Gott und Vater!

Du kommst,

kommst zu uns in einem Kind,

hier auf unsere Erde,

mitten unter uns Menschen.

Wie groß müsste unsere Freude sein!

Wie fröhlich erwartend müssten wir uns und dir begegnen.

Doch kleingläubig sind wir.

Trauen dir nichts zu,

stöhnen unter der Last unseres Alltages,

resignieren vor dem Berg unserer Sorgen.

Herr, mache uns frei,

frei, daß wir durchatmen können,

dass wir neu sehen und neu gehen lernen,

auf dich zu – denn du schenkst uns das Leben.

Komm, Herr, komm Herr zu uns

und erbarme dich unser!

In der Stille beten wir – jede und jeder für sich – zu dir!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

So spricht Gott,

der uns von aller Schuld und Angst befreit:

„Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen,

aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln.

Mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen.

Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Guter Gott und Vater,

du bist auf dem Weg zu uns.

Wir möchten dir entgegengehen;

aber so vieles entstellt uns den Weg für deine Güte.

Überwinde, was uns von dir trennt,

damit wir dir begegnen.

Darum bitten wir dich,

der du in Jesus Christus gekommen bist

und uns nahe sein willst

mit deinem Geist in Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Lukasevangelium, Kapitel 1, Verse 67-79:

67 Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach:

68 Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk

69 und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines Dieners David –

70 wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten –,

71 dass er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen,

72 und Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern und gedächte an seinen heiligen Bund,

73 an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben,

74 dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, ihm dienten ohne Furcht

75 unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen.

76 Und du, Kindlein, wirst Prophet des Höchsten heißen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest

77 und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden,

78 durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe,

79 auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

Halleluja! Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit. Halleluja! 

 

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Epistellesung: Aus dem 1. Korintherbrief, Kapitel 4, Verse 1-5:

(auch Predigttext)

1 Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.

2 Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.

3 Mir aber ist’s ein Geringes, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; auch richte ich mich selbst nicht.

4 Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist’s aber, der mich richtet.

5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird. Dann wird auch einem jeden von Gott Lob zuteilwerden.

Amen.

 

Predigt

 Die Gnade unseres Herrn und Gottes sei mit uns allen. Amen!

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Paulus hatte die Gemeinde in Korinth gegründet. Das war seine ganze Leidenschaft, Menschen zu Christus zu führen und in Gemeinden zu sammeln. Nun, vier Jahre nach dieser Gemeindegründung da sieht sich Paulus plötzlich als ein umstrittener Mann wieder. Er schreibt nach Korinth als ein Mann, dessen Schwächen zum Klatsch, zum Gemeindegespräch geworden waren. Ein „Neuer“, Apollos, ist gekommen und hat ihm in Korinth das Wasser abgegraben. Und gleichzeitig hat sich der lebhafte Christenverein in Korinth überhaupt ziemlich selbständig gemacht. Die Gemeinde steckt in einer massiven Krise. Da ist soviel Gezänk und Streit, beides erstickt den neuen Christusglauben.

Paulus schreibt, weil ihm diese Krise nahegeht. Er schreibt aber auch, weil er mit seiner eigenen Rolle darin fertig werden muss. Und er nimmt sich ganz schön zusammen. Er versucht, Kluften zu überbrücken, den eigenen Schmerz hinten anzustellen. Er verzichtet darauf, seine Widersacher zu widerlegen und sich selbst zu rechtfertigen. Er sucht nach dem Ursprung des Streits, um ihn zu heilen. Und er schreibt ihnen einen langen Brief. Wir haben etwas weiter oben nur ein keines Stückchen heute daraus gelesen. Es sind die Verse 1-5 aus dem 4. Kapitel des 1. Korintherbriefes. Ich füge hier noch einmal ein, was Paulus schreibt:

 1 Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse.

2 Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.

3 Mir aber ist’s ein Geringes, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; auch richte ich mich selbst nicht.

4 Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist’s aber, der mich richtet.

5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird. Dann wird auch einem jeden von Gott Lob zuteilwerden.

 Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Paulus meint die Wurzel des Übels in einem Haltungsfehler gefunden zu haben. Nämlich im Verwechseln von Haben und Sein. Die Frommen in Korinth meinten, als Christen hätten sie nun den Glauben zum ewigen Besitz und mit ihm alle Gotteswahrheit. Als „Besitzer“ von Wahrheit werden sie somit zwangsläufig zu Konkurrenten und Richtern: Mein Weg ist richtiger, mein Glaube gottnäher als deiner.  Diese Haltung war uns Christinnen und Christen nie fremd, sie reicht leider bis in unsere heutige Zeit, sie reicht bis in jede Gemeinde. Wir sind bis heute nicht frei davon.

In solch einer Besitzerhaltung allerdings da wird alles verkehrt. Christus lässt sich nicht haben. In Christus lässt sich nur sein. Das ist das große Lebensthema des Paulus, seine unermüdliche Predigt – mit der er leider immer unverstanden bleiben wird. Weil sich der Ursprung allen Lebens und jeder Freiheit als Besitz niemals haben lässt, weil Glauben ein Sein und Hingabe bedeutet, darum ist Konkurrenzdenken fehl am Platze, und alle Urteile, die wir übereinander fällen, sind relativ. Sie dürfen niemals zu einem treibenden Motor eines Christenlebens werden, niemals!

Wir haben nichts, uns ist vielmehr alles anvertraut. Um uns dies deutlich zu machen, benutzt Paulus das Bild vom treuen Haushalter, heute vielleicht ein antiquiertes Bild, aber eben ein zutreffendes. Der Reichtum eines Haushalters besteht nicht darin, dass ihm alle Dinge im Haus gehören. Nein, ihm gehört gar nichts. Er kann sich mit nichts brüsten. Aber ein treuer Haushalter darf mit allen Dingen im Haus umgehen. Er darf alles berühren, benutzen. Und weil er dies darf, weil ihm soviel Vertrauen geschenkt ist, da wird er es pflegen und bewahren, beschützen. Und darin wird er reich.

Gestatten Sie an dieser Stelle eine kleine Nebenfrage, die mir dabei in den Sinn kommt: Verhalten wir uns als Kirche eigentlich so wie treue Haushälterinnen und Haushalter. Pflegen und bewahren wir das Evangelium so oder glätten wir es nur noch, um es dann wie ein Produkt neben anderen auf den Markt zu tragen? Haben wir nicht alle Ecken und Kanten weggeglättet, so dass sich ja keiner mehr dran reiben muss? Müssten wir es nicht besser pflegen, um seine Kraft und sein Gewicht für die Menschen, für diese Welt wieder besser und eindeutiger zu bezeugen? Aber dies nur nebenbei!

Bleiben wir noch ein bisschen bei dem Menschen Paulus. Er war ein – wie ich finde – komplizierter Mensch, der es sich selbst wahrlich nie leicht machte. Er war ein Denker, ein Gründer, eine Autorität. Er war immer bereit, Verantwortung zu übernehmen. So lebte er natürlich immer auch unter dem Druck, etwas verlieren zu können. Hier – in der Situation des 2. Korintherbriefes – ist sein Ansehen massiv bedroht, ja sein ganzes Lebenswerk in Korinth. Der Neue, Apollos, scheint alles besser zu wissen und zu machen. Ihm laufen die Menschen nach. In der Gemeinde wird verbissen gestritten. Mobbing scheint also doch nicht eine ganz neue Erfindung zu sein.

Um den Menschen Paulus gut zu verstehen, hören wir doch einmal in uns selbst hinein: Wie geht es eigentlich mir, wenn meine Arbeit bedroht ist? Wenn mir ein Konkurrent das Wasser abgräbt? Wenn all meine Überzeugungen in Frage gestellt werden und ich mich an den Rand gestellt, ja angefeindet finde? Da bin ich dann manchmal doch auch hin- und hergerissen zwischen Kampfeslust und Selbstzweifel. Mal möchte ich den anderen irgendwie „vernichtend“ aus dem Feld schlagen, mal fühle ich mich als völliger Versager, scheine alles falsch zu machen. Für viele ist das eine elend quälende Situation, die sie irgendwie gefangen hält und niederdrückt.

Paulus sucht eine Lösung – nicht nur für sich, nein, für die Gemeinde, in der so giftig gestritten wird. Er verzichtet hier ganz bewusst darauf, unbedingt obenauf zu sein. Er stellt sich untenan. Denn für ihn ist Gottes Wahrheit kein Knochen, den man sich gegenseitig erbittert aus dem Maul reißen kann. Niemand kann diese Wahrheit besitzen. Niemand darf sich selbst als Herr über den rechten Weg aufspielen. Da, wo unversöhnlich gestritten wird, geschieht jedoch genau das. Gottes Wahrheit ist aber vielmehr wie ein großes Haus, in dem wir Haushälterin und Haushalter sein dürfen. Nichts gehört uns, aber es ist uns anvertraut, um es liebevoll zu pflegen und zu bewahren. Das ist für uns eine große Entlastung, sie sollte es auch für die Menschen in Korinth sein.

Wir müssen uns nämlich nicht mehr abverlangen als wir können. Wir müssen auch nicht mit uns selbst hadern, wenn wir erfolglos sind. Wir müssen nicht pausenlos mit uns selbst ins Gericht gehen, wenn wir uns selbst nicht gut genug erscheinen. Wir müssen uns selbst nicht das Zeugnis schreiben.

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Leserinnen und Leser!

Das wäre eine reine Anmaßung! An welchem unbarmherzigen Maßstab messen wir uns eigentlich so oft?

Und wenn wir das bei uns selbst nicht tun sollten, wie sollten wir es dann bei anderen tun? Wir müssen die anderen nicht einfach beiseite fegen, um unseren Platz, um unser Ansehen und Recht zu behaupten. Wir sind für das letzte Wort im Streit der Welt tatsächlich nicht verantwortlich. Unser Lebenswerk zerbricht auch nicht, wenn es von anderen in den Schatten gestellt wird, auch wenn das vielleicht weh tut. Zum einen wissen wir um unser eigenes Werk, zum anderen ist unser Werk letztlich doch nur Dienst in Gottes Haushalt. Er, so sagt es Paulus, er ist der Herr. Er wird es aus dem Schatten holen und ans Licht bringen. Er wird es würdigen und – und das finde ich so schön und so tröstlich in diesem Abschnitt des Paulusbriefes – er, Gott, der Herr, wird jeder und jedem darüber sein Lob zuteil werden lassen. Gott kommt, nicht, um mit dem Richten zu beginnen, sondern er kommt und sieht zuerst einmal auf das Gute in uns. Er kommt, um zu danken und zu loben – uns! Uns, die wir manchmal meinen, ein Lob gar nicht zu verdienen, manchmal zu Recht, oft aber auch zu Unrecht!

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

In dieser Gewissheit, dass Gott kommt, in genau dieser Gewissheit sind wir geborgen und dürfen gelassen sein. Selbst da, wo wir im Streit verlieren, selbst da, wo wir Spott und Anfeindung erleben. Ich weiß: Viele gibt es, auch unter uns, die wollen von Advent und Weihnachten eigentlich nichts wissen, behaupten sie jedenfalls. Da ist die Stimmung mies – in Betrieb oder Familie. Da herrscht Streit, Versöhnung bleibt aus. Da fühlen sich einige angefeindet oder missachtet: „So kann ich doch nicht Advent oder Weihnachten feiern …“ Und gerade in diesem Jahr, in dem alles so anders, so schwierig, ja für einige sogar so trostlos erscheint, weiß ich von Menschen, dass sie sich wünschen, dass diese Zeit möglichst schon vorbei sein sollte. Aber müsste es nicht gerade jetzt und heute anders heißen: Gerade jetzt – jetzt, wo der Wind mir ins Gesicht bläst, jetzt gerade, wo vieles in uns erschüttert scheint, jetzt wollen wir Advent feiern, wollen wir auf Gott warten, der gewiss kommt, auch um uns aus dem Schatten zu holen, neu ins Licht zu stellen und einen neuen Anfang mit uns zu wagen!

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig! – Der Wochenspruch für die kommende Woche aus dem Buch des Propheten Jesaja weist uns die Richtung: Macht seiner Liebe und Barmherzigkeit die Bahn frei! Jedes abschätzige Urteil, jeder vernichtende Gedanke, jedes Richterwort, das ich über mich selbst oder über andere ausspreche, sind das nicht alles Steine, die Gott letztlich den Weg zu uns unnötig erschweren oder versperren?

Wie oft legen wir uns solche bedrückende Steine gegenseitig aufs Herz, wenn wir übereinander richten und unsere Urteile sprechen. Dabei, liebe Schwestern und Brüder, brauchen wir uns doch gegenseitig! Es kann doch keiner allein die Bahn freimachen, um Gott den Weg zu bereiten. Wir brauchen das Lob, die Bejahung, vielleicht sogar die Achtung derer, die uns nicht so nahe stehen, um unbeschwert zu atmen, ohne den Druck, den wir manchmal voreinander spüren.

In der Gewissheit, dass Gott kommt und wir in ihm geborgen sind, dürfen wir auch immer zuerst ihn, Gott selbst, wirken lassen: Die Steine, mit denen wir uns selbst belasten, die Selbstzweifel, die Minderwertigkeitsgefühle und auch die sorgenvollen Steine, die uns im Augenblick so beschweren – lassen wir sie doch im Glauben los!

Gott kommt nicht nur, er ist schon nahe! Lasst uns empfänglich werden für die Zeichen seiner Nähe und Liebe! Er selbst will uns zurüsten; er selbst will, dass wir leben und unser Leben gelingt. Ja, er will uns auch dazu die Kraft schenken, dass wir uns selbst so aushalten, wie wir sind. Und sollte uns das schwerfallen – gerade auch in diesen Tagen –, dann dürfen wir gewiss sein, er, Gott selbst, will und wird uns tragen, heilen und neu ins Leben stellen. Er bereitet uns einen neuen Weg! Darauf unsere Hoffnung!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Fürbittgebet

Jesus, wir beten zu dir für alle,

die das Warten auf dich in dieser Zeit aufgegeben haben,

dass sie sich neu aufmachen,

um die Spuren deiner Gegenwart zu suchen.

 

Wir beten zu dir für alle,

die müde geworden sind an ihrem Leben;

für die, die sich aufreiben in Mühe und Arbeit für ihre Familien;

für alle die ihre Zeit und Kraft anderen Menschen opfern.

Lass sie deine Hilfe spüren und neuen Mut gewinnen.

 

Wir beten für alle, die enttäuscht und resigniert sind,

weil ihr Eintreten für eine bessere Welt scheinbar ohne Wirkung bleibt;

für alle die sich für den Frieden einsetzen,

dass sie den Glauben an deine Friedensverheißung

und an deine Zusage des Segens nicht verlieren.

 

Und Jesus, wir beten für uns selbst,

weil wir selbst so manches Mal hoffnungslos,

müde und enttäuscht sind.

Stärke uns und mach uns bereit zu warten

auf den neuen Himmel und die neue Erde,

die du verheißen hast.

 

Tröste und ermutige uns mitzuhelfen,

dass die Zeichen deiner Nähe und Liebe

in der Welt sichtbar werden.

Alles, was uns heute auf der Seele liegt,

bringen wir in der Stille vor dich!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Und dann bitte ich dich:

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –,

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

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