Liturgie und Predigt: Pfarrer Rüdiger Dunkel

 

Wochenspruch:

Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Joh 1,14b)

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Psalm 100

1 Jauchzet dem HERRN, alle Welt!

2 Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!

3 Erkennet, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.

4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, / zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!

5 Denn der HERR ist freundlich, / und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar

und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Guter Gott und Vater!

Du gehst mit uns in ein neues Jahr!

Mit dir sehen wir weit.

Doch so vieles bleibt unklar!

Wir hoffen und merken doch,

wie der Mut uns schwindet!

Wir wollen Neues,

aber fragen jetzt schon, wie es wohl werden wird.

Wir sehnen und nach Sicherheit,

aber leben in unsicheren Zeiten!

Herr, nimm uns unsere Kleingläubigkeit!

Stärke uns und höre,

wenn wir nun in der Stille zu dir beten

und dich um dein Erbarmen bitten!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit

als des eingeborenen Sohnes vom Vater,

voller Gnade und Wahrheit.

Dir guter Gott sagen wir Lob und Dank!

Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Gnädiger Gott!

Du hast dein Volk Israel nie alleingelassen,

auch nicht auf schweren Wegen!

Auch wir stehen in deiner Nachfolge,

sind auf dem Weg in ein neues Jahr!

Lass uns vertrauen auf deine gute Führung,

auf deine Nähe und Liebe,

in der wir uns geborgen wissen dürfen.

Das bitten wir in Jesus Christus, deinem Sohn,

der mit dir und dem Heiligen Geist

lebt und regiert

von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Epistellesung: Aus dem 1. Johannesbrief, Kapitel 5, Verse 11-13:

11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.

12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

13 Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, euch, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.

Halleluja! Jauchzt dem Herrn alle Welt! Dient dem Herrn mit Freuden!  Halleluja!

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Lukasevangelium, Kapitel 1, Verse 41-52:

(auch Predigttext)

41 Und seine Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest.

42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes.

43 Und als die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem, und seine Eltern wussten’s nicht.

44 Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten.

45 Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn.

46 Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.

47 Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten.

48 Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.

49 Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?

50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte.

51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen gehorsam. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.

52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Amen.

 

Predigt

 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, seinem Sohn, unserem Herrn. Amen.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Aber vielleicht teilen Ihr mit mir ja eine Erfahrung. Manchmal blättere ich zu Hause alte Fotoalben durch. Und dann fällt mir auf: Aus der Zeit als die Kinder noch ganz klein waren, vor allem bei dem ersten Kind, da haben wir unendlich viele Bilder. Je größer die Kinder werden, desto lückenhafter wurden die Alben. Der  erste Tag zu Hause, das erste Heben des Köpfchens, der erste Schritt ins Leben, alles wurde fotografiert und auch gefilmt. Der erste Schultag. Heute bebildern wir unseren Alltag eigentlich nur noch ganz selten.

Merkwürdig – wie ganz anders sind die überlieferten Bilder von Jesus, dem Sohn der Maria und des Josephs. Von Jesus haben wir eine Fülle von Überlieferungen, Erinnerungen, geistigen Bildern gerade aus seinen beiden letzten Lebensjahren, wenn auch keine Fotos. Aus Jesu Kindheit und Jugend dagegen – haben wir kaum etwas an Überlieferungen. Ganz sicher hat das auch damit zu tun, dass Jesus eben erst als ein Mann von etwa 30 Jahren aus dem Schatten seiner Familie tritt. Erst dann wurde er eigentlich bekannt. Auch erst von da ab gibt es eigentlich auseinandersetzungsfähige Bilder und Überlieferungen.

So ist es nur zu verständlich, dass Menschen auch immer wieder hinter diese letzten Lebensjahre Jesu zurückgefragt haben, etwa: wie ist dieser Mensch eigentlich so geworden? Wer und was hat ihn eigentlich geprägt? So kam es schließlich, dass den letzten beiden Lebensjahren Jesu Episoden von seinen Anfängen vorgeschaltet wurden. Spärlich zwar und auch nur bei Matthäus und Lukas. Als bedeutendstes Bild das seiner Geburt im Stall, ein Bild vom Anfang seines Weges, der Besuch der Hirten und Weisen, die Kindheitsbegegnung mit Simeon und Hanna und schließlich sein Asylantenschicksal, das Schicksal der Familie, die wieder nach Ägypten fliehen muss, um dem Massaker des Herodes zu entgehen. Alles Bilder aus seiner frühen Kindheit.

Tja, und dann? Dann kommt eine Zeitlang nichts. Zwölf Jahre lang – bis zu der Geschichte, die uns heute als Predigttext begleitet, der Geschichte von dem jungen 12jährigen Jesus da im Tempel von Jerusalem. Wir haben sie gerade etwas weiter oben als Tagesevangelium aus dem 2. Kapitel des Lukasevangeliums gelesen (Verse 41-52).

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Erfreulicherweise ist das einmal eine Erzählung ohne besonderen Tiefgang. Bitte verstehen sie mich nicht falsch. Es ist gut und nötig, bei vielen Worten und Erzählungen Jesu genau hinzuhören und sich hineinzuhören. Hier aber begegnet uns einfach einmal eine Episode, die wir hören und an der wir uns freuen, über die wir staunen oder vielleicht sogar auch den Kopf schütteln dürfen. Ich selbst höre und lese diese Geschichte sehr gerne. Ich tue das, weil ich einige bemerkenswerte Dinge darin finde. Und ich möchte nicht mehr tun, als Euch diese kurz zu beschreiben.

Jesus, seine Eltern und Verwandten zieht es zu einem religiösen Fest nach Jerusalem. Ihr Marsch, wenn man sich die Landkarte betrachtet, war etwa 110 km weit – zu Fuß, freiwillig. Wer von uns nähme eigentlich solch eine Strapaze auf sich, allein für ein religiöses Fest? Es müsste schon ein ganz besonderes Ereignis sein. Ich wüsste niemanden, der so etwas tut. Bad Kreuznach scheint heute von Winzenheim aus manchmal schon zu weit. Ich bin auch mal gespannt, wie wir uns in den kommenden Jahren zwischen Langenlonsheim, Bretzenheim und Winzenheim hin und her bewegen. Das sind nicht gerade 110 km, sondern nur sechs, höchstens acht Kilometer!

In unserer Geschichte beklagt sich niemand über müde Füße oder über Durst. Die Reise ist ganz vom Ziel bestimmt, vom Passahfest des jüdischen Volkes. Dieses Fest führt jung und alt in Jerusalem zusammen. Die Erinnerung eines Volkes, aus denen die Menschen sowohl Kraft für die Gegenwart als auch für die Zukunft ihrer Kinder schöpften. Der Befreiung des Gottesvolkes aus der Knechtschaft Ägyptens zur Zeit des Moses, so glauben sie, dieser Befreiung wird bald die Befreiung aller Geknechteten auf Erden folgen. Diese Hoffnung und dieses Vertrauen sind die Grundkräfte, die das Passahfest in seinen Liedern, seinen Farben und Zeichen bestimmen. Diese Hoffnung und dieses Vertrauen machte die Füße vieler Menschen leicht, um lange wandern zu können. Dieser Glaube machte ihnen buchstäblich Beine. Und hierin, in diesem alten Glauben, ist auch Jesus zu Hause. Das ist von Kindheit an seine gedankliche Heimat.

Nach dem Fest da ziehen sie dann schließlich ganz selbstverständlich wieder zurück. Nur der Zwölfjährige bleibt im Tempel, ohne Wissen seiner Eltern. Die bemerken sein Fehlen erst nach dreißig bis vierzig Kilometern, nach einer Tagesreise. Kann es sein, dass wir hier ganz unmittelbar mit den Eltern fühlen? Alle, die Kinder haben, ahnen den Schrecken von Maria und Joseph! Mit ihnen eilen wir gedanklich den Weg nach Jerusalem zurück. Wie groß wäre unser Schrecken, eines unserer Kinder so zu verlieren? Und dann kommt die Suche nach dem Jungen. Drei Tage lang. Jeder heute würde nach drei Tagen ganz unwillkürlich an ein Verbrechen denken, so weit ist es mit uns gekommen. Zuviel Schreckliches haben wir gerade beim Verschwinden von Kindern erleben müssen. Wie tief wird der Schrecken bei Maria gesessen haben, bei Joseph? Vielleicht haben sie ja auch so gedacht!

Endlich, dann finden sie ihn – nach drei Tagen – in der Synagoge, lebend. Er wird ihnen gleichsam wiedergeschenkt. Und dieses Kind, dieser Knirps, was macht er? Er äußert sich ganz anders als die Eltern es erwarten. Er ist überhaupt nicht besorgt. Er weiß sich geborgen, er weiß sich im Hause seines Vaters. Dieses Kind, hat sich vom Gespräch der Weisen einfangen lassen, es stellt seine Fragen. Und er wird offensichtlich ernst genommen, wenn auch mit Verwunderung! Aber man lässt diesen zwölfjährigen Jesus reden, ja man redet sogar mit ihm. Die Grenze zwischen Jung und Alt zählt plötzlich nicht mehr. Diese kleine Tempelszene bleibt immer noch einer meiner Gemeindeträume. Junge und Alte begegnen einander, lassen sich ausreden, hören aufeinander, lernen voneinander. Nehmen sich in aller Sympathie ernst und staunen übereinander – die Jungen über die Weisheit des Alters, die Alten über die Phantasie und Visionen der Jugend. Wie gesagt – oft ein Traum, noch!

Aber da ist auch noch etwas anderes, was mich bewegt. Für einen kurzen Moment, nämlich in seiner Antwort, bricht Jesus aus seiner eigenen Kindheit aus. Er präsentiert sich in dem, was er sagt, schon als der Christus, als der er einmal verherrlicht werden wird. Da spricht plötzlich kein Kind, da spricht der Gottessohn – der, der seine Mutter und seinen Vater noch einmal ganz deutlich auf den Anfang seines irdischen Lebens verweist. Plötzlich wird Maria und Joseph der Engel wieder eingefallen sein, seine Ankündigung, die merkwürdigen Umstände bei der Geburt ihres Kindes, die Worte der Hirten und die Anbetung der Könige. Sie werden sich plötzlich – vielleicht sogar schmerzhaft – daran erinnert haben, dass dieses Kind nicht ihnen gehört, sondern dass sich Gott selbst in diesem Kind offenbaren möchte.

Maria und Joseph bleiben erstaunlich ruhig. „Warum hast du uns das angetan?“ fragt Maria. Joseph sagt – wieder einmal – gar nichts, wie schon bei der Geburt. Und nach der merkwürdigen Antwort Jesu „Warum habt ihr mich gesucht?“ (V.49) heißt es in der Bibel: „Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen gesagt hatte.“ (V.50)

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Distanz ist auf einmal da, eine ganz eigenartige Fremdheit. Passiert uns genau das nicht auch manchmal? Dass wir nicht immer alles verstehen! Manchmal, ja oft sogar verstehen wir Dinge, Situationen und auch zu uns gesagte Sätze erst in der Rückschau auf bestimmte Ereignisse.

Ja, ich glaube wirklich, Maria und Joseph verstehen Jesus in diesem Moment tatsächlich nicht. Wie sollten sie auch diese Distanz zu ihrem eigenen Sohn verstehen und annehmen können? Er war doch noch ein Kind, ihr Kind, oder? Aber durfte er das wirklich – Kind sein? Ich glaube ja! Schließlich erfahren wir – abgesehen von seinem ersten Lebensjahr – elf Jahre lang eigentlich gar nichts. Da war Jesus wohl Kind.

Und auch hier, ist seine Zeit, von der Familie Abschied zu nehmen, noch nicht gekommen. Er ging mit ihnen zurück nach Nazareth lesen wir, ja er war ihnen untertan, heißt es in der Bibel. Das heißt: er lebte so in der Familie, wie es sich für Kinder eben gehörte. Doch ich glaube fest, in Maria hat sich an diesem Tag da im Jerusalemer Tempel wieder etwas verändert. Sie wird wieder einmal gespürt haben, wie schon in der Nacht im Stall von Bethlehem, dass sie ihren Sohn wohl ganz besonders loslassen muss. Sie wird gespürt haben, wie energisch dieser zwölfjährige Junge jetzt schon seine eigenen Wege gehen könnte, wenn er wirklich wollte. Eigentlich wird sich Maria jetzt schon von ihrem Sohn zu verabschieden haben. Ich spüre förmlich, wie die Gedanken in ihrem Kopf kreisten, wenn es in der Bibel so einfach heißt: „Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.“ (V. 51) Welche Worte meiner Kinder habe ich eigentlich in mir aufbewahrt? Welche Worte eurer Kinder habt ihr, liebe Schwestern und Brüder, für immer in Euch aufbewahrt?

Maria hat gemerkt, dass ihr kleiner Junge nicht nur in einer Verwandtschaft zu Hause ist, in einer Familie. Nein, dieser Junge lebt gleichzeitig in einer ganz intensiven Gottesbeziehung. Und sie wird das gedacht haben, wovor wir uns manchmal fürchten, weil es wohl wahr ist: Unsere Kinder sind nicht einfach nur unsere Kinder! Wir besitzen sie nicht! Das Zuhause, das wir ihnen bieten, ist niemals gleichzusetzen mit der Heimat, in die Gott uns und unsere Kinder gerufen hat. Loslassen können, Vertrauen haben, sich Ängste eingestehen – liebe Schwestern und Brüder, es lohnt sich, diese kleine Episode aufmerksam zu lesen! Ich glaube, sie hat viel mehr mit unserem eigenen Leben zu tun, als wir ahnen.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Fürbittgebet

Herr, guter Gott und Vater!

Wir freuen uns auf ein neues Jahr mit dir.

Wir danken dir, dass du bei uns bist und uns begleitest.

Du schenkst uns Zeit

– Zeit zum Leben, Zeit zum Lieben,

Zeit mir dir.

Gib, dass wir dieses Geschenk aus deiner Hand

niemals sinnlos vergeuden,

sondern immer wieder neu spüren,

wie gut du es mit uns meinst!

Gib, dass wir dieses Geschenk

auch immer wieder neu,

mit anderen zu teilen lernen,

so wie wir selbst auch immer wieder

beschenkte sein dürfen.

Halte uns zusammen,

wenn wir leben, lieben und gemeinsam vor dir stehen.

Und lass uns dankbar bleiben,

selbst wenn uns das Herz einmal schwer wird.

In dir wissen wir uns geborgen.

Dir dürfen wir alles anvertrauen,

auch jetzt in der Stille.

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Und dann bitte ich dich:

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

 

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –,

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

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