(Stand 16. 8. 2020)

 

Lesegottesdienst

mit den gottesdienstlichen Texten zum 10. Sonntag nach Trinitatis, 16. 8. 2020

 

Liturgie und Predigt: Pfarrer Rüdiger Dunkel

 

Wochenspruch:

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat. (Ps 33,12)

 

 Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Psalm 122

 1 Von David, ein Wallfahrtslied. Ich freute mich über die, die mir sagten: Lasset uns ziehen zum Hause des HERRN!

2 Nun stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem.

3 Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll, 4 wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme des HERRN, wie es geboten ist dem Volke Israel, zu preisen den Namen des HERRN.

5 Denn dort stehen Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David. 6 Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!

7 Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! 8 Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. 9 Um des Hauses des HERRN willen, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Herr, guter Gott.

Wie schnell fangen wir an,

verächtlich über andere zu reden und zu denken.

Es ist wie eine Sucht,

sich selber groß zu machen

und die anderen klein.

Gott, du Bruder der Verachteten,

wann werden wir endlich einsehen,

dass alle von deiner Gnade leben,

wir – und die anderen.

So bitten wir dich: Komm, Herr!

Komm und erbarme dich unser!

Höre, wie wir in der Stille zu dir beten!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Aus Gnade seid ihr gerettet worden,

durch den Glauben,

nicht aus den Werken,

auf dass sich nicht jemand rühme.

Gottes Zusage ist hart für die Hochmütigen,

aber tröstlich für die Geringen.

Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Gott, unser Vater,

du erlöst uns von unserem Hochmut

und machst uns zu Menschen deiner Liebe.

Ich bitte dich um deine befreiende Gegenwart,

wenn ich nun vor dir bin und bete,

wenn ich dein Wort lese und darüber nachdenke

wenn ich vor dich bringen darf,

was mir auf der Seele liegt.

Ich bitte dich:

trage, was mich verzweifeln lässt,

damit ich neu lebe in dir.

Das bitte ich mit allen, die auch zu dir beten,

im Namen deines Sohnes Jesus Christus,

der mit dir und dem heiligen Geist

lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Epistellesung: Aus dem Römerbrief, Kapitel 11, die Verse 25-32:

 25 Ich will euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist.

26 Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob.

27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.«

28 Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen.

29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.

30 Denn wie ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams,

31 so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen.

32 Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

Halleluja! Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade! Halleluja!  

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Markusevangelium, Kapitel 12, die Verse 28-34:

(auch Predigttext)

 28 Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen?

29 Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein,

30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5. Mose 6,4-5).

31 Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. 32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm;

33 und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.

34 Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Amen.

 

Predigt

 

Die Gnade unseres Herrn und Gottes sei mit uns allen. Amen!

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Ich finde, das ist ein ganz und gar bemerkenswerter Text. Leider unterliegt er der gleichen Gefahr wie so viele Texte und Erzählungen der Bibel. Die meisten von uns werden ihn auf ihrer „inneren Festplatte“ wohl nur zu einem ganz kleinen Teil gespeichert haben! Allein die Überschrift „Frage nach dem höchsten Gebot“ bahnt es ja schon an, dass wir uns eigentlich nur eines von Jesus merken. Nämlich, dass er sagt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“.

Diese wenigen Worte sind einerseits unendlich viel für uns; zuviel meistens, weil wir es bis heute nicht schaffen, diese wenigen Worte auch so zu leben, wie Jesus sie in aller Konsequenz wohl auch gemeint hat. Zum anderen sind sie – gemessen an dem ganzen Kontext dieses kleinen Stückchen Bibel, das wir oben als Predigttext gelesen haben – unendlich wenig. Deshalb behaupte ich es einfach einmal: es ist zu wenig, was wir uns von dieser Erzählung behalten.

Ich denke, wir sollten es uns nicht ersparen, genauer hinzuschauen, um uns dann daran auch messen zu lassen. Schauen wir in diese kleine Szene und spüren wir dem nach, wie ein Schriftgelehrter unsere Stelle einnimmt. Dieser Schriftgelehrte hatte zugehört. Er hatte gehört, wie Jesus diskutiert und argumentiert. Und er hat viel Sympathie für Jesus entwickelt. Er hatte nämlich erkannt, dass er – so heißt es in Vers 28 – „gut geantwortet hatte“. So ist er auf einmal gar nicht mehr fern von einem für ihn selbst ganz entscheidenden Schritt.

Er bleibt nicht mehr stumm und distanziert, wie so viele andere Schriftgelehrten, die mit ihrer ganzen Skepsis Jesus meist schon ablehnten, bevor er auch nur ein Wort gesagt hatte. Nein, er ahnt etwas, merkt, dass sich in ihm etwas bewegt. Er möchte mitreden, mitdiskutieren. Deshalb fragt er als Schriftgelehrter, der sich doch selbst so gut auskennt, eigentlich provokativ und doch wohl auch neugierig: „Welches ist das höchste Gebot von allen?“ Für diesen Schriftgelehrten kann es darauf nur eine Antwort geben. Er weiß es und hofft vielleicht doch auch auf Neues!

Jesus weiß um sein Dilemma; um sein Dilemma, als Schriftgelehrter Traditionen verteidigen zu müssen, Neues eigentlich genau nicht wagen zu dürfen. Deshalb öffnet Jesus ihm die Augen. Es geht Jesus selbst gar nicht so sehr um grundlegend Neues. Nein, es geht ihm darum, die alten Traditionen, neu zu verstehen, sie neu und damit genauer und entschiedener zu leben.

So holt Jesus diesen Schriftgelehrten bei dem ab, was er sowieso schon glaubte. Das höchste Gebot ist das: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein!“ (V. 29) Das war das Bekenntnis des alten Israels! Das war und ist – wenn man so will – der höchste Lehrsatz, von dem sich alles andere ableiten lässt – jedes Gebot, jede Lebensregel. Alles beginnt mit diesem einen Bekenntnis zu dem einen Gott. Das – so sagt es Jesus – das ist das höchste Gebot.

Von den unzähligen Ableitungen stellt er ihm zwei ganz alttestamentliche Lebensregeln aus den Büchern des Mose neben seine Antwort. Keine neuen Sätze, nein, Sätze, die sich die Schriftgelehrten schon immer weitergegeben hatten und zu erschließen versucht hatten. Er sagt ihm zwei Sätze, die dem Schriftgelehrten durchaus auch schon bekannt waren: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften“ (5.Mose 6,4-5) und: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (3. Mose 19,18) Diese zwei Sätze stellt Jesus neben das Bekenntnis zu dem einen Gott und gibt damit ganz entscheidende Hinweise. Jesus möchte ein für allemal deutlich machen, dass ein Bekenntnis eben nicht nur für die Lippen gemacht ist. Ein Bekenntnis ist für ihn immer auch eine Lebensentscheidung!

Nun geschieht etwas – wie ich finde – sehr Schönes! Es macht nämlich bei dem Schriftgelehrten endlich „Klick“! Genau das finde ich schön und richtungsweisend in dieser Erzählung. Er erkennt plötzlich, woran er bis dahin selbst gekrankt hat. Dieser Schriftgelehrte hat das Bekenntnis bisher als eine Verpflichtung verstanden, Gott in den Traditionen der Anbetung zu loben, die sich selbst bis dahin schon längst verselbständigt hatten zu immer wieder durchzuführenden und doch sinnentleerten Handlungen, die man zu erfüllen hatte. Das Leben im Glauben hatte sich an vielen Stellen damit schon lange nicht mehr gedeckt. Er versteht plötzlich, dass Liebe nach Gottes Willen hier eben kein romantisches Gefühl beschreibt, sondern einzig und allein die Leidenschaft und den Willen, Gott durch das eigene Leben zu loben und zu bezeugen. Diese Liebe hat etwas mit wirklicher Überzeugung zu tun. Sie ist von Gott gebotene Liebe und eben nicht in das eigene Belieben gestellt. Im Praktizieren der Nächstenliebe – so wie Gott sie meint, wenn er sie den Menschen von Anfang an ins Herz legt – finden Gott und Mensch ganz eng zusammen. Hier wird Gott spürbar, im Leben eben erlebbar. Genau hier und jetzt erkennt der Schriftgelehrte sein Tun, sein Erfüllen der Gebote als eigentlich leer. Er erkennt plötzlich die ihm von Gott gebotene Liebe als Richtschnur seines Handelns. Über diese Erkenntnis des Schriftgelehrten, genau darüber freut sich Jesus. Es veranlasst ihn zu einem – für seine Verhältnisse geradezu euphorischen – Ausruf: „Du bist nicht fern vom Reich Gottes“. (V. 34)

 Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Würde Jesus eigentlich heute auch zu uns noch so sprechen können: Du bist nicht fern vom Reich Gottes! Würde er so zu uns heute auch noch so sprechen können, weil er das Gefühl haben müsste: Ja, wir alle üben, praktizieren und leben so – in diesem Gott gewollten Sinne – die Nächstenliebe! Würde Gott so zu uns sprechen? Nein, ich glaube, er würde eben nicht so zu uns sprechen. Wir alle führen die Nächstenliebe natürlich oft im Munde, keine Frage. Wir fordern sie auch oft ein – meist von anderen! Aber wir wissen eben auch sehr gut: zwischen praktizierter Nächstenliebe und Scheinheiligkeit ist es manchmal nur ein ganz schmaler Grat!

Wer z.B. meint, er oder sie könne sich durch eigenes Engagement in einer Kirchengemeinde ein Denkmal setzen, wer meint, durch besondere Positionen an Ansehen zu kommen, der tritt das Gebot der Nächstenliebe schon mit Füßen! Wer in unserer Gesellschaft meint, durch gute Taten auch und in erster Linie auf sich selbst aufmerksam machen zu müssen, der hat nichts verstanden! Wer meint, das „wie dich selbst“ übersetzen zu müssen mit „zuerst komme ich“, der wird irgendwann daran irre werden!

Ich erkenne manchmal auch etwas Trauriges: Vielfach ist das Wort „Nächstenliebe“ für uns eben auch nicht mehr als ein Lippenbekenntnis. Vielfach ist unser Ruf nach mehr Nächstenliebe in dieser Welt auch nicht mehr als der Versuch, uns selbst vor einer uneingelösten Forderung Gottes uns gegenüber zu verstecken. Was also tun?

Nun, es müsste bei uns ebenfalls einmal „Klick“ machen – so wie bei dem Schriftgelehrten in der Erzählung des Evangeliums. Wir müssten endlich einsehen, dass Nächstenliebe eben nicht in unser Belieben gestellt ist, sondern uns von Gott geboten wird! Gott lädt uns ein, seine Liebe zu leben und weiterzugeben. Er fordert genau das von uns auch ein. Wir können natürlich alle Gebote immer auch anders verstehen und oft tun wir es so – in Predigten, im Konfirmandenunterricht, in Bibelgesprächen. Wir übersetzen die Gebote gerne mit den „Angeboten Gottes“, den „Lebenshinweisen Gottes“. Viele andere Bezeichnungen haben wir für sie gefunden. Und nicht wenige dieser alternativen Bezeichnungen, spülen diese Gebote weich, gerade so als ob wir sie annehmen können oder eben nicht. Gerade so als ob wir sie übersetzen dürfen, bis sie in unser heimeliges „Kuschelchristentum“ passen.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Aber wir sollten uns durchaus klarmachen, dass, wenn wir uns zu Gott bekennen, das für unser Leben als Christin, als Christ immer auch Konsequenzen einfordert. Die  Nächstenliebe, die Gott meint und von der Jesus redet,  wird darin zu nichts anderem als zu der Leidenschaft, die Liebe Gottes zu leben und unter uns spürbar werden zu lassen. Sie gehört auch durch uns dorthin getragen, wohin wir selbst niemals gehen würden, z.B. zu den Menschen mit denen wir in Streit leben, zu den Schwestern und Brüdern, über die wir selbst unsere Vorurteile ausschütten. Die Nächstenliebe Gottes  wird dann zu der Leidenschaft, das eigene Leben als einen Gottesdienst an anderen zu begreifen; als einen Gottesdienst, der dann auch überall dort, wo wir uns selbst vor Gott stellen – noch vor ein paar Monaten und Wochen waren es z.B. ganz selbstverständlich unsere Kirchen, heute sind es öffentliche Plätze unter freiem Himmel, sind es Wohnungen und Häuser, in denen wir es tun – immer wieder zu einem kurzen Zwischenhalt wird. Egal wo wir sind, ob wir zusammen sind oder auch jetzt allein vor Gott stehen, wir geben Gott Rechenschaft darüber, wofür wir zu danken haben, wofür wir um Vergebung zu bitten haben und wofür wir neue Kraft erbitten. Neue Kraft, um immer wieder auch neu anzufangen, die Liebe Gottes in unserem Nächsten zu erkennen oder sie unserem Nächsten zukommen zu lassen. Und ich denke, je mehr Schritte wir auf diesem Weg wagen – auch in schwierigen Zeiten – desto eher hören wir selbst auch den Jubelruf Jesu über uns: Ihr seid nicht mehr fern vom Reich Gottes!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

 Fürbittgebet

Gott, du Bruder der Verachteten,

wir danken dir für dein manchmal hartes,

aber doch befreiendes Wort.

Wir bitten dich für deine Kirche,

dass sie bei der deutlichen Wahrheit bleibt.

Wir bitten dich für alle Menschen in der Kirche,

die durch ihre Frömmigkeit und durch ihr Amt

zu Hochmut und Verachtung verleitet werden,

dass sie menschlich bleiben.

Wir bitten dich für alle Menschen,

die – von uns gewählt – regieren,

dass sie ihre Entscheidungen gut bedenken,

und dass sie auch zur Ruhe kommen können

und Einkehr halten – bei sich und auch bei dir.

Wir bitten dich für alle Menschen,

die benachteiligt sind,

dass sie nicht verbittern,

sondern mit anderen zusammen

ihre Lage immer auch ändern können.

Wir danken dir, dass du uns erhörst,

auch in dieser aufgewühlten Zeit.

Wir freuen freuen uns, dass du uns in Frieden lenkst.

Hilf uns, diesen Frieden auch untereinander zu bewahren.

Mit dir, guter Gott, schauen wir auf diese Welt..

Schenke ihr deinen Frieden

und hilf allen, die Krieg gegeneinander führen,

einen neuen Anfang in Frieden miteinander zu wagen.

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Und dann bitte ich dich:

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

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