Wochenspruch: So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Eph 2,19)

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Aus Psalm 107

 1 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

2 So sollen sagen, die erlöst sind durch den HERRN, die er aus der Not erlöst hat,

3 die er aus den Ländern zusammengebracht hat von Osten und Westen, von Norden und Süden.

4 Die irregingen in der Wüste, auf ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten,

5 die hungrig und durstig waren und deren Seele verschmachtete,

6 die dann zum HERRN riefen in ihrer Not und er errettete sie aus ihren Ängsten

7 und führte sie den richtigen Weg, dass sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten:

8 Die sollen dem HERRN danken für seine Güte / und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,

9 dass er sättigt die durstige Seele und die Hungrigen füllt mit Gutem.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Guter Gott und Vater!

Wie Hunger und Durst wiederkehren,

so auch das Verlangen nach Leben.

Wir betäuben es, weil wir es nicht stillen können.

Unser Mangel wird spürbar im Überfluss.

So viel ist es, was wir haben;

so wenig ist es manchmal, was wir sind.

So bitten wir dich:

Wende dich niemals von uns ab;

Höre uns,

wenn wir in der Stille um dein Erbarmen bitten:

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Und Christus erbarmt sich unser,

und er selbst lädt uns ein,

wenn er zu uns spricht:

Ich bin das Brot des Lebens.

Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern,

und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Du, Herr und Gott, schenkst uns,

was wir zum Leben brauchen,

du schenkst uns deinen Sohn.

Er ist das Brot des Lebens.

Mache du unser Herz weit,

dass wir wahrnehmen,

wie reich deine Güte für alle Menschen ist,

in Jesus Christus unserem Herrn,

der mit dir und dem Heiligen Geist

lebt und regiert

von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Epistellesung: Aus dem Hebräerbrief, Kapitel 13, die Verse 1-3:

 1 Bleibt fest in der brüderlichen Liebe.

2 Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

3 Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt.

Halleluja! Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. Halleluja!

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Johannesevangelium, Kapitel 6, die Verse 1-15:

(auch Predigttext)

 1 Danach ging Jesus weg ans andre Ufer des Galiläischen Meeres, das auch See von Tiberias heißt.

2 Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.

3 Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern.

4 Es war aber kurz vor dem Passa, dem Fest der Juden.

5 Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben?

6 Das sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er wusste wohl, was er tun wollte. 7 Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme.

8 Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus:

9 Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was ist das für so viele?

10 Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer.

11 Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, so viel sie wollten.

12 Als sie aber satt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt.

13 Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren.

14 Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll.

15 Da Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er allein.

Amen.

 

Predigt

 Die Gnade unseres Gottes sei mit uns allen. Amen!

 Liebe Schwestern und Brüder!

Eines gleich vorweg: Ich weiß es nicht! Ich weiß nicht, wie Jesus das gemacht hat und wie das alles funktioniert haben soll – damals da am Seeufer. Und gleich noch eines vorweg: Für meine Art zu glauben, ist dies auch überhaupt nicht wichtig. Überhaupt nicht! Wenn immer nur das bloße Wunder im Vordergrund stünde und wenn unser ganzes Verstehenwollen sich nur auf die Wunder ausrichten würde, die Jesus tut, dann wird das Nichtverstehen dieser Handlungen Jesu ja geradezu zu einem Symbol unseres Kleinglaubens und unserer Zweifel. Wie armselig würden wir dann mit solchen Geschichten verfahren!

Nein, so kann es doch wohl nicht sein. Ich denke, wir müssen uns auf die Suche nach anderen Dingen und Verstehensmöglichkeiten machen, wenn wir solche Geschichten lesen oder hören. Tun, wir das auch hier. Begeben wir uns auf eine kleine Entdeckungsreise und fragen wir nach dem Sinn einer solchen erzählten Begebenheit für uns heute und für unseren Glauben. Schauen wir auf die vielen Dinge um das eigentliche Wunder herum.

Da sind so viele Menschen, fünftausend Männer, sagt die Bibel, wieviele Frauen und Kinder da noch dazu kommen, können wir nur ahnen. Nicht die Zahl der Menschen versetzt mich in Staunen – wieviele es wirklich waren, wissen wir nicht -, aber was mich in Erstaunen versetzt, ist die Tatsache, wie bekannt Jesus schon war, wie verbreitet sein Wirken schon war. Wir reden zu oft von den Jüngern, den Aposteln, den Freunden, vor denen Jesus redete. Nein, da gab es wohl doch schon eine größere Bewegung hin zu diesem Jesus, aus welchen Gründen auch immer. Seine Taten hatten sich herumgesprochen, ganz am Anfang wird es ja gesagt. Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. (V. 2) Sein Wirken konnte nicht mehr verborgen bleiben, es zog immer weitere und größere Kreise. Dies als eine erste Beobachtung.

Gehen wir ein Stückchen weiter. Jesus sieht auf die Menschen und weiß, dass sie Hunger haben. Er weiß um ihre Not, und er weiß, dass etwas dagegen zu tun ist. Eine Not zu sehen, lindert sie noch nicht. Gegen eine Not zu wirken, das schafft Mut und neue Hoffnung, gibt Kraft zu neuen Anfängen. Und Jesus weiß ganz genau: Es ist das eigentlich Unmögliche zu wagen. Sie waren schließlich nicht groß organisiert, hatten keinen funktionierenden Apparat zur Verfügung. Kreativität war gefragt. Und er testet einen seiner engsten Anhänger, den Philippus: Wo kriegen wir all das her? Und Philippus reagiert, wie Jesus es erwartet hat, nämlich in dem ganz eingefahrenen Denkschema: Wir müssen etwas haben, müssen etwas machen, dazu brauchen wir Geld, viel Geld, haben wir aber nicht, geht also nicht! Philippus bedient sich offensichtlich nicht nur des ewig gleichen Denkschemas, nein, er bediente sich damals schon des immer noch gültigen und gerade in der Kirche noch immer weit verbreiteten Denkschemas: Kein Geld, geht also nicht! Der Andreas aber, der ahnt wohl, daß Jesus hier eine erwartete Antwort bekommt, eigentlich doch aber etwas anderes erhofft. Andreas geht einen Schritt weiter. Er sieht auf die Anfänge, aber weiß den Weg noch nicht. Aber er geht in die richtige Richtung. Sieh Jesus, der Junge hat fünf Brote und zwei Fische, aber das reicht doch wohl nicht! Nun ist es für Jesus Zeit, einzugreifen. Das Wunder geschieht, wie auch immer. Brot genug, Fisch genug, sie sammeln die Reste in Körben, in zwölf Körben.

Bis zu diesem Punkt reicht meist unsere Erinnerung an diese Geschichte. Aber da gibt es ja noch den so wichtigen Schluß, einen Schluß, der in so vielen Auslegungen und in so vielen Bibelarbeiten zu dieser Geschichte einfach unterschlagen wird.

Die Menschen erkennen in dem Wunder den Propheten, auf den sie so gewartet hatten: „Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll“ (V. 14), sagen sie. Schauen wir deshalb in diesem Moment ganz auf Jesus. Auch ihm wird es in diesem Moment noch einmal ganz deutlich. Ganz eindringlich wird er durch sein eigenes Tun an seinen eigenen Auftrag erinnert. Er sieht plötzlich ganz offen, was werden wird und dass nichts, aber auch gar nichts dies verhindern wird. Johannes schreibt: Da Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er allein. (V.15)

Jesus sieht die Massen. Er merkt plötzlich, wie sie ihm nahe kommen werden. Sie werden versuchen, ihre Sehnsucht auf den Befreier an ihm zu stillen. Er ahnt ihre Sehnsucht nach einem machtvollen Herrscher, der ihrer Besetzung ein Ende machen wird. Sie warten auf einen mächtigen König in der Tradition ihrer Väter. Sie werden ihn nicht in Ruhe lassen. Und Jesus weiß: Er ist ja auch derjenige, der da kommen soll. Nur, er ist ganz anders gekommen, als erwartet. Er wird ganz anders bei ihnen ankommen als erwartet.

Sein Weg wird überhaupt ein ganz anderer sein, als sie alle erwarten. Nicht die Maßstäbe der vielen Menschen gelten. Nein, allein Gottes Maßstäbe werden an ihn gelegt. Werden. Sein Weg ist vorgezeichnet. Er läßt sich nicht mehr aufhalten. Und das alles kann er ihnen in diesem Moment nicht erklären. Er kann ihre Erwartungen im Moment nicht erfüllen. Und so muß er einfach jetzt mal weg. In all seiner Traurigkeit in diesem Moment, da gibt es für ihn nur die Einsamkeit, die Stille. Und genau in die flüchtet er sich, allein auf einen Berg, wohlwissend: aufhalten kann er das, was kommt, kommen muß, nicht mehr.

Liebe Schwestern und Brüder!

Ich denke, dies alles geschieht in dieser Geschichte da am Seeufer. Das eigentliche Wunder, die Vermehrung des Brotes, tritt dabei doch eigentlich ganz in den Hintergrund, oder? Und jetzt schaue ich auf uns Menschen heute, auf die vielen Christinnen und Christen. Nicht wenige sitzen da und warten, warten auf das Wunder. Auf das Wunder, daß ihr Hunger gestillt wird: gerade wohl vor allem auf das Ende dieser Pandemie-Zeit mit ihren so tiefgreifende Veränderungen bis in jede Wohnung, jedes Haus, jede Familie! Da bleibt hinter den gerade aktuellen Sorgen, auch das, as vorher auch schon da war: der Hunger nach Antworten auf die vielen Fragen dieser Zeit, der Hunger nach Arbeit. Und da bleibt der Hunger nach einer neu aufbrechenden Kirche! Die Frage nach solch einer Kirche beschäftigt uns eigentlich immer in den letzten Jahren! Aber jetzt stellt sie sich ganz neu. Kirchen liegen brach, weil in ihnen plötzlich keine Gottesdienste mehr möglich sind. Gemeindearbeit ruht an vielen Orten, weil Menschen sich nicht mehr unbefangen treffen können, es vielleicht gar nicht dürfen. Vielleicht wird nichts mehr so, wie es war. Aber wie wird es dann?

Kirche ist Kirche Gottes und bleibt es auch, das ist wohl wahr! Aber trotzdem: Kirche, zeig‘ dein Gesicht, vielleicht dein neues Gesicht! Und bei all den neuen Formen, die gerade über uns hereinbrechen. Bei all den neuen Formen und bei einem vielleicht ganz neuen Gesicht frage ich, weil es mich persönlich umtreibt: Bleibst du eine Kirche, die auch wieder eindeutig für die Menschen eintritt und dabei sich selbst vergisst oder sich zumindest hinten anstellt? Bleibt in dir der Hunger nach Versöhnung einer gespaltenen Kirche?

Und dann höre ich Jesus zurückfragen, wie in der Geschichte da am See: Wo bekommen wir all das her, was die Menschen brauchen; was geben wir ihnen? Dann  sehe ich ein Mitglied aus den Leitungen unserer Kirchen aufstehen und höre, wie er die Worte des Philippus nachspricht: Wir haben nicht genug Geld! Klar: Wir müssen etwas haben, wir müssen etwas machen, müssen mehr machen, müssen Dinge ganz anders und ganz neu machen und denken! Und dazu brauchen wir Geld, viel Geld, haben wir aber nicht, geht also nicht! Da können wir leider gar nichts mehr machen!

Ich stelle mir gerade die Trauer in den Augen Jesu über solch eine Antwort vor. Aber dann steht vielleicht ja doch einer wie der Andreas in der Geschichte auf und sagt: Wir haben noch etwas, nicht mehr viel. Wir haben nicht mehr das viele Geld! Aber wir haben die Vision einer Kirche, in der Menschen ihre Ideen einbringen dürfen und werden. In der Menschen wieder entdecken, das nicht nur ihr Geld gefragt ist, sondern ihr Engagement und ihr Wille zur Versöhnung. Wir brauchen Menschen, die Mut haben zu teilen, was sie haben, damit sie erkennen, welch ein Reichtum in ihnen schlummert und wie bewegend sie eigentlich sein könnten! Leider sind wir zu wenig! Aber wir können immer noch und immer wieder neu denken und neu werden!

Jetzt sehe ich das Leuchten in den Augen Jesu. Es ist Zeit für sein Wunder: Schaut euch einmal genau um, höre ich ihn sagen. Schaut euch um, erkennt euch als Schwestern und Brüder, erkennt eure Fähigkeiten. Jedem Menschen hat mein Vater Talente gegeben, die an anderen wirken sollen. Auch wenn ihr jetzt vielleicht vereinzelt in euren Häusern und Wohnungen sitzt. Auch wenn euch gerade so vieles zu fehlen scheint! Erkennt doch, was ihr schon einmal geschaffen habt, soviel Gutes, lasst es nicht vor die Hunde gehen. Schaut auf das, was ihr geschafft habt in euren Gemeinden! Schöpft auch daraus die Kraft zu neuen Anfängen. Neue Anfänge, die vielleicht wirklich ganz anders gedacht, ganz neu gelebt werden müssen! Ich gehe mit euch! Deshalb wird es auch gelingen!  Ihr werdet merken, wie viel unter euch möglich wird, wenn ihr wieder auf das Ganze seht. Da ist viel mehr in euch als ihr ahnt! Viel, viel mehr, also resigniert nicht!

Liebe Schwestern und Brüder!

Wo wir das Unerwartete unter uns zulassen, gerade auch in einer Zeit wie dieser, in der viele von uns immer noch wie gelähmt erscheinen, in einer Zeit, in der wir nicht nur auf Wunder warten, sondern das Wunderbare unter uns entdecken und plötzlich auch wieder wachsen sehen, da werden wir uns nicht satt sehen können an der Fülle, die Gott uns schenkt und wieder neu schenken will. Wo wir das Wunderbare unter uns zulassen, da werden wir die Erfahrung Jesu machen und teilen, die er selbst da am See gemacht hat. Es wird gesehen und es wird eben wachsen. Und niemand wird es rückgängig machen können, niemand. Weil Gott selbst will, dass wir weitermachen und weiterkommen. Auch in unserer Kirche, auch mit unserer Kirche, mit allen Menschen in den vielen Gemeinden. Auch in unserer! So soll es sein, so will es Gott!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

 Fürbittgebet

Guter Gott und Vater!

Du gibst uns, was wir zum Leben brauchen!

Wenn unser Weg durch die Wüste führt,

wenn wir nicht mehr wissen,

wohin wir noch gehen sollen,

wenn wir verzweifeln,

weil wir die Richtung in unserem Leben verloren haben,

dann erhältst du uns auf wunderbare Weise.

Gott, du kennst unsere Verdrossenheit,

gerade auch in diesen Zeiten.

Darum bitten wir:

wenn uns unklar ist, wie es mit uns weitergehen soll,

lass uns die erfreulichen Dinge im Leben wiederentdecken.

Wir selbst übersehen sie so leicht.

Wenn wir an den Kleinkriegen mit Menschen,

die wir eigentlich lieben,

zu ermüden drohen,

dann ermuntere du uns zu neuen Friedenschlüssen.

Laß uns einen neuen Anfang machen.

Wenn wir griesgrämig werden,

weil die Sorge unsere ganze Kraft verbraucht,

überrasche uns mit Zeit,

die wir ganz für uns gestalten können

und die uns deshalb nicht zu lang wird.

Wenn die Gefahr besteht,

dass wir unser Leben vertun,

dann achte du auf uns und sorge dich um uns.

Lass uns finden, was wir täglich brauchen,

lass uns dich immer neu finden,

damit wir uns immer wieder neu aufmachen können.

Mit deinen Wundern schenkst du uns,

was nötig ist,

du schenkst uns jeden neuen Tag.

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

 

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

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