Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Aus Psalm 73

 1 Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind.

2 Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten. 3 Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen, da ich sah, dass es den Frevlern so gut ging.

8 Sie höhnen und reden böse, sie reden und lästern hoch her.

9 Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das soll gelten auf Erden.

10 Darum läuft ihnen der Pöbel zu und schlürft ihr Wasser in vollen Zügen. 23 Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, 24 du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.

25 Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

26 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Herr, du hast uns füreinander

zu Schwestern und Brüdern gemacht.

Keiner ist allein,

niemand soll sagen müssen,

ich habe keinen Menschen.

Wenn wir nicht allein sind in dieser Welt,

dann wollen aber auch wir

niemanden allein lassen in seinen Sorgen,

seiner Not und seinen Ängsten.

Hilf uns, denen zu helfen,

die uns brauchen.

Schenke uns die Kraft,

unseren Mitmenschen Schwester oder Bruder zu sein!

Herr, sieh gnädig auf uns und erbarme dich unser!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Gott gibt uns nicht auf, niemals!

Das dürfen wir immer wieder neu spüren!

Er wendet zum Guten,

was wir versäumt haben.

Seine Liebe ist größer als unsere Schuld.

Darum können wir uns freuen und sprechen:

Lobe den Herrn, meine Seele,

und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!

 

Guter Gott und Vater,

du willst, dass wir einander

für dein Reich auf Erden gewinnen.

Du suchst uns und rufst uns.

Wir sollen deine Einladung

an alle Menschen weitersagen.

Lass uns das doch

mit immer mehr Freude und Beharrlichkeit tun.

Lass uns spüren,

dass dein Segen auf unserem Tun und Reden ruht.

Lass unsere Gemeinschaft blühen

und unsere Gemeinde auch wieder wachsen

durch unseren Herrn Jesus Christus,

der mit dir und dem Hl. Geist

lebt und regiert

von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Epistellesung: Aus dem 1. Korintherbrief, Kapitel 1, die Verse 18-25

 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft.

Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.«

Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?

Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.

Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit,

wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit;

denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.

Halleluja! Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren! Halleluja!

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Lukasevangelium, Kapitel 5, die Verse 1-11:

(auch Predigttext)

 Der Fischzug des Petrus

1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth

2 und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.

3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!

5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.

6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische, und ihre Netze begannen zu reißen.

7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, so daß sie fast sanken.

8 Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.

9 Denn ein Schrecken hatte ihn erfaßt und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten,

10 ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen.

11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

Amen.

 

Predigt

 Die Gnade unseres Gottes sei mit uns allen. Amen!

 

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Stellen wir es uns doch einfach einmal vor! gehen wir in unseren Gedanken einmal ganz weit zurück!

Es war ein warmer Tag gewesen. Früh waren sie ausgefahren, gegen Mittag brannte dann die Sonne vom Himmel. Ihre Arbeit war hart. Sie hatten heute nicht viel gefangen. Wenn alle Fische verteilt waren, dann waren wohl die Familie und die Angehörigen satt. Aber ein Geschäft war nicht mehr zu machen. Jetzt nur noch die Netze säubern, und dann endlich nach Hause, den Abend genießen. In der Nacht mussten sie schließlich wieder los. Und dann sahen sie ihn. Diesen Jesus. Alle Menschen erzählten sich von ihm. Einige wundersame Dinge hatte er getan, solche Nachrichten verbreiteten sich schnell. Und er redete zu den Menschen, wo immer er auf sie traf, er redete sie an. Simon hatte all dies gehört. Was er aber von diesem Jesus halten sollte, darüber war er sich überhaupt noch nicht ganz klar!

Genau dieser Jesus kam auf ihn zu, bat ihn, ihn vom Ufer wegzufahren. Nein, Simon wollte nicht. Er war müde, sehr müde. Aber dieser Jesus sah ihn an. Simon spürte etwas, er wusste aber nicht, was es war. Er fuhr ihn hinaus; auf sein Wort hin fuhr er hinaus!

Und dann hörte er ihn reden. Dinge, die er so nie vorher gehört hatte. Vom Reich Gottes, von der spürbaren Nähe Gottes, vom angefangenen Himmelreich. Simon wusste immer noch nicht, was er davon halten sollte. Es war spät, sehr spät. Jetzt nur noch nach Hause. „Fahr hinaus auf den See! Werft eure Netze aus!“ Und jetzt endlich traute sich Simon den Protest zu. „Nein, heute ist kein Geschäft zu machen!“

Aber was war das? Er gehorchte schon wieder, eigentlich gegen seinen eigenen Willen. Die anderen begleiteten ihn, sie kannten die See zwar gut, aber sie war doch immer auch gefährlich, und allein wollten sie den Simon eben auch nicht fahren lassen. Sie waren schließlich Freunde, sie lebten und arbeiteten zusammen. Und auch deshalb zogen sie mit hinaus. Obwohl sie so müde waren.

Die Fische kamen, schwarmweise. So viele Fische! Eigentlich unmöglich! So viele Fische, Fische, wie noch nie oder zumindest ganz selten. Solch eine Wendung an einem einzigen Tag, ja sogar in einer Nach! So etwas hatten sie noch nicht erlebt. Simon starrte auf die Fische. Dann sah er auf diesen Jesus. Plötzlich hatte er die Worte wieder im Ohr, die er vor kurzem von seinem Boot aus gesprochen hatte. Jetzt erst, jetzt erst fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Dieser Jesus, dieser Jesus war selbst der Gottessohn, der Menschensohn. Gottes spürbare Nähe, da war sie – auf seinem Boot. Auf die Knie, das war das einzige, was ihm blieb. Auf die Knie: „Herr, geh weg von mir; ich bin ein sündiger Mensch!“

 

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Diese Begegnung veränderte den Simon schlagartig. Nicht nur ihn, auch seine Freunde. Diese Begegnung veränderte sein ganzes Denken, sein Leben. Er hatte Gott erkannt, hatte seine Nähe gespürt. Erstaunt war er, wie seine Freunde, erschrocken waren sie. Sie spürten die Veränderung, aber sie wussten nicht, was dies letztendlich für sie bedeuten würde.

Was hätten die Männer um Simon eigentlich gemacht, wenn diese Episode mit den vollen Netzen geendet hätte. Hätten sie sich ihr Leben lang diesen Tag immer und immer wieder in Erinnerung gerufen, wenn sie abends nach dem Fischfang zusammengesessen hätten. Hätten sie an diese Episode gedacht, wenn die Netze ‘mal wieder leer geblieben wären?

Das wissen wir alle nicht. Bestimmt aber hätten sie deshalb nicht ihre Familien verlassen und wären weggezogen. Nicht wegen der vollen Netze. Aber jetzt geschieht doch noch für sie Entscheidendes. Am Ende dieser Szene geschieht das für sie Unerwartete. Jesus spricht sie an. Er ruft sie in seinen Dienst. Er sondert sie aus ihrem Alltag aus, beruft sie für die Sache Gottes. „Fürchtet euch nicht! Von nun an werdet ihr Menschen fangen!“ Jetzt erst machen sie etwas, was sie vorher nie gemacht hätten. „Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm  nach!“ Sie werden zu Menschenfischern, werden von nun an Menschen für die Sache Gottes begeistern.

 

Wie immer denke ich, wir sollten gerade bei bekannten Geschichten, deshalb auch bei dieser, sehr genau und sehr sensibel auf den Schluss achten. Nach ihrer Begegnung mit Jesus, nach seiner Rede, nach den vollen Netzen schwingen sich Petrus, Jakobus und Johannes eben nicht zu selbsternannten Missionaren auf, rennen los, um anderen von dem zu erzählen, was sie gesehen und gehört hatten, was sie selbst erlebt hatten. Nein, genau das tun sie nicht! Sie machten sich kein Programm, stellten sich nicht an die Ecken, hielten keine eigenen großen Reden, versuchten andere durch ihr eigenes Erlebnis zu überzeugen.

Nach ihnen, in der Geschichte unserer Kirche, ja bis in unsere heutigen Tage haben dies leider immer und immer wieder Menschen versucht. Immer wieder haben Menschen ihr eigenes Erlebnis mit Gott dazu benutzt, andere dadurch zu überzeugen. Viele Missionsbemühungen waren dadurch geprägt, andere allein durch das Wort Gottes zu einem anderen Leben zu überzeugen. Und wenn dies nicht reichte, ja dann kam eben das je eigene Erlebnis mit Gott dazu, so als ob dann das Erzählte, das Verkündete authentischer würde. Ja, es gibt sogar Gemeinschaften, in denen gilt sogar solch ein selbsterlebtes Ereignis, ähnlich dem der Fischer am See, als Voraussetzung, geradezu als Bestätigung der Mitgliedschaft.

Vielfach waren solche Missionsbemühungen zum Scheitern verurteilt. Längst nicht alle, das nicht. Aber immer und überall dort, wo das verkündete Wort Gottes, das manchmal sogar Massen überzeugen sollte, sich einfach nicht deckte mit der Art zu Leben derer, die es so verkündeten.

All dies will diese Geschichte von den vollen Netzen ja auch nicht. Sie will uns nicht zeigen, dass es ein wundersames Erlebnis braucht, damit wir uns dann selbst zu Missionaren für die Sache Gottes aufschwingen. Nein, sie will, glaube ich, etwas ganz anderes. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf den Schluss. Dort redet Jesus Menschen konkret an. Er ruft sie in seinen Dienst.

Auf sein Wort hin, auf diesen Ruf hin verlassen die Jünger alles, was sie haben. Für diesen Auftrag Jesu sind sie bereit ein anderes Leben zu führen. Sie kennen das Programm nicht, ja sie brauchen selbst überhaupt keines zu machen. Ob sie jemals ihre eigene Geschichte erzählen müssen, das wissen sie nicht. Sie wissen überhaupt nicht, was kommt; wissen nicht, wie es kommen wird. Sie wissen nur, ihnen ist eine Aufgabe zugetraut, sie sollen Menschen fischen. Aber sie wissen nicht, wo; sie wissen nicht, wie; sie wissen nicht, wann.

Aber genau in diesem Augenblick der Berufung, da geben sie Jesus, da geben sie Gott ihr Leben in die Hand; in diesem Augenblick wird ihr Leben ganz und gar von dem Vertrauen auf Gott bestimmt. Und dieses Vertrauen, nicht ihr vorheriges Erschrecken, nicht ihre plötzlich selbstentdeckte missionarische Ader, nein, nur ihr Vertrauen auf Gott wirkt in ihnen alle Veränderung, ihr neues Leben.

Genau da, liebe Schwestern und Brüder, wird diese Geschichte uns zur Anfrage. Wenn Jesus Menschen in seinen Dienst ruft, wozu wären wir, wozu wäre jede und jeder einzelne bereit? Wären wir z.B. bereit zu warten, bis wir seinen Ruf hören, statt selbst schon vorher loszuziehen? Wären wir überhaupt offen, seinen Ruf zu hören, weil wir ahnen, dass sich unser Leben von Grund auf ändern würde? Wäre unser Vertrauen so groß, das, woran wir uns oft klammern, loszulassen, um frei zu werden, unsere Berufung als Christin, als Christ zu leben?

 

Ich glaube fest daran, dass Gott uns unablässig ruft. Er drängt sich nicht auf, das nicht. Aber er ruft uns, ruft uns dazu, in dieser Welt von heute, Menschen seine Nähe spürbar zu machen. Ihnen die Hoffnung vielleicht neu zu geben, dass Gott diese Welt und die Menschen in dieser Welt niemals verlässt, sondern dass er verlässlich an unserer Seite ist und uns bewahrt. Wie wichtig ist das in diesen Tagen, in denen der Glaube sich bei denen einen verfestigt, bei vielen anderen aber brüchig zu werden scheint!

Jesus ruft uns dazu, anderen wieder Mut zu machen, diese Welt kreativ zu gestalten, an eine neue Zukunft zu glauben, wieder neu daran zu glauben, dass Gott am Werke ist in aller Zeit – auch heute, uns zum Segen. Dazu ruft uns Gott.

 

Und dann haben wir loszugehen! Nicht mit vollmundigen Worten, nicht mit gigantischen Missionsveranstaltungen. Wir brauchen keine Wunder, brauchen keine selbsterlebten Erlebnisse, die uns treiben. Was wir brauchen ist viel Vertrauen, viel Hoffnung und vor allem, den Mut zum Bekenntnis. Nicht unser Reden ist gefragt. Nein, wir müssen so leben, daß anderen durch uns Gottes Nähe spürbar wird. Wir sollen so lieben, dass Gottes Liebe andere erreicht. „Liebe, und zeige es durch dein Leben!“  So sagt es einer der alten Kirchenväter. Einer meiner Lebenslieblingssätze; die mich kennen, wissen das.

Wir sollen uns bekennen, dort wo es nötig ist und wo es einladend für andere ist. Frère Roger benutzte in einem Gespräch mit uns Jugendlichen vor langer Zeit einmal folgendes Zitat und das ist für mich die eigentlich ganze Konsequenz dieser Geschichte des Fischzugs der Jünger und damit möchte ich schließen:

„Rede nicht von Gott, wenn du nicht nach ihm gefragt wirst! Aber lebe so, daß man dich nach ihm fragt!“

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Fürbittgebet

Guter Gott,

so viele Menschen wissen nichts von dir,

von deiner Güte und Treue,

deiner Liebe und Zuneigung

zu allen deinen Kindern.

 

Schenke uns die nötige Liebe,

unsere Mitmenschen immer wieder zu dir einzuladen

und ihnen von deiner Liebe

und deinem Willen zu erzählen.

Wir wollen uns nicht zufrieden geben damit,

dass wir doch zu dir gehören

und in deiner Nähe leben.

 

Gib uns die Geduld und die Ausdauer,

die wir brauchen,

nicht zu schnell aufzugeben,

wenn wir um die Herzen der Mitmenschen werben.

Lass uns auch in Rückschlägen bestehen.

Schärfe es uns immer wieder neu ein,

dass du uns für einander,

zur Gemeinschaft unter uns und mit dir,

bestimmt hast.

 

Vor allem, himmlischer Vater,

halte uns im Gespräch

und in guten Beziehungen miteinander,

dass wir dieses Leben

nicht jeder für sich allein bestehen wollen,

sondern gemeinsam,

einer als Stütze und Halt des anderen,

als deine Kinder und Geschwister Jesu Christi!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

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