Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Eingangs- und Wochenpsalm: Aus Psalm 103

 1 Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

3 der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen,

4 der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

5 der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler.

6 Der HERR schafft Gerechtigkeit und Recht allen, die Unrecht leiden.

7 Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun.

8 Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.

9 Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben.

10 Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.

11 Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.

12 So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein.

 13 Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

 

Tagesgebet

Herr, wir haben dir für so vieles zu danken.

Aber unsere Erinnerung ist manchmal so schwach,

wenn es um die Zeichen deiner Liebe

im Alltäglichen geht.

Oft lassen wir den Mut sinken,

weil wir nicht sehen,

was du uns Gutes getan hast.

Wir bleiben bei dem stehen,

was andere uns angetan haben,

und rechnen einander die Schuld vor,

die du uns längst vergeben hast.

So bitten wir dich!

Komm, Herr, und erbarme dich unser!

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Wir denken daran, dass Gott uns gnädig ist,

und erinnern uns:

Wie sich ein Vater seiner Kinder erbarmt,

so erbarmt sich der Herr über die, die ihn ehren,

die seinen Bund halten, sich seine Gebote merken

und danach leben.

 

Guter Gott und Vater!

Du redest mit uns,

gerade dann,

wenn vieles um uns herum verstummt ist.

Du bringst uns neu in Bewegung,

nimmst uns mit auf einen neuen Weg.

Du sprichst uns an,

kommst uns unablässig entgegen,

egal wo wir sind und uns nach dir sehnen.

Wir können Neues in unserem Alltag wagen,

auch wenn es gerade schwierig ist.

Lass uns nun mit all unseren Gedanken

ganz bei dir sein,

damit wir nicht ohne deine Antwort bleiben.

Das bitten wir in Jesus Christus, deinem Sohn,

der mit dir und dem heiligen Geist

lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Amen.

 

Lesung aus dem Alten Testament: Aus dem Buch des Propheten Micha, Kapitel 7, die Verse 18-20

18 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade!

19 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.

20 Du wirst Jakob die Treue halten und Abraham Gnade erweisen, wie du unsern Vätern vorzeiten geschworen hast.

Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Halleluja!

 

Glaubensbekenntnis

Wir bekennen – jede und jeder für sich und doch auch gemeinsam vor Gott – unseren christlichen Glauben:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

 

Tagesevangelium: Aus dem Lukasevangelium, Kapitel 15, die Verse 1-3.11.-32

(auch Predigttext)

 1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören.

2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und ißt mit ihnen.

3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:

11 Ein Mensch hatte zwei Söhne.

12 Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie.

13 Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen.

14 Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land, und er fing an zu darben

15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten.

16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm.

17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger!

18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.

19 Ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner!

20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küßte ihn.

21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße.

22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße

23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet’s; laßt uns essen und fröhlich sein!

24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.

25 Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen

26 und rief zu sich einen der Knechte, und fragte, was das wäre.

27 Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat.

28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn.

29 Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre.

30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verpraßt hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet.

31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein.

32 Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.

Amen.

 

Predigt

 

Die Gnade unseres Gottes sei mit uns allen. Amen!

 Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Alle, die mich kennen, wissen es, dass ich mich eigentlich immer an den vorgeschlagenen Predigttext halte. Es wäre der Text gewesen, den Sie oben gerade als Lesung aus dem Alten Testament gefunden haben, Worte des Propheten Micha!

Wenn ich das nicht tue, dann muss es zumindest für mich einen besonderen Grund geben. Genau den gibt es eben heute. Zwar werden einige geradeaus dem Lukasevangelium die Geschichte vom verlorenen Sohn gelesen und gedacht haben: Klar, kenn’ ich! Alles bekannt! Aber ich trage diese Geschichte eben ganz besonders seit langer Zeit in mir mit.

Wer zufällig mein Buch gelesen hat, der kennt auch die Geschichte hinter der Geschichte. Die Geschichte vom verlorenen Sohn ist das Evangelium dieses 3. Sonntages nach Trinitatis.

Genau hier habe ich meine Lieblingsgeschichte. Und nicht nur das! Sie ist für mich zur Berufungsgeschichte geworden! Die mich kennen wissen, dass ich schon so oft erzählt habe, wie sich hier und gerade im Vers 20 – in dem es heißt:

Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn

– genau hier mein Verhältnis zu dem Gott, an den ich glaube, und zu dem, was ich seit dem auch in meinem Beruf tue, entschieden hat. Seitdem habe ich natürlich immer auch das Gefühl, worüber kann ich hier noch schreiben? Was bleibt noch?

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Es wäre für mich jetzt schön, wenn einige von denen, die diese Zeilen jetzt lesen, sich hinsetzen würden, um Ihre eigenen Gedanken über dieses Stückchen Evangelium zu Papier bringen und mir zusenden würden.

Ich bin nämlich zutiefst davon überzeugt, jede und jeder von Ihnen könnte eine Auslegung darüber machen. Ganz sicher! Worüber würden Sie nachdenken? Vielleicht über die Unfähigkeit, auf eigenen Füßen zu stehen, oder über das Glück, dann nach Hause kommen zu dürfen. Über Gott als den liebenden Vater, der einem gestrauchelten Menschen entgegenkommt. Über das natürliche Ärgernis des anderen Sohnes, der treu und folgsam auf dem Hof gearbeitet hatte. Einige haben Geschwister und wissen, dass beides möglich ist – ein Herz und eine Seele oder eben ganz verschieden! All dies ist hinreichend bekannt. Worüber also noch schreiben? Was bleibt?

Nun, für mich bleibt nicht viel mehr, als zu bekennen, wie wichtig mir selbst dieser Text, diese Geschichte geworden ist. Wie sehr sie das, was ich auch in meinem Beruf als Pfarrer versuche, geprägt hat und noch weiter prägt.

In fast jeder Woche, die ich im Kloster von Taizé verbringe – und mir tut es in der Seele weh, dass das nach nun 50 Jahren im 51. Jahr tatsächlich nicht möglich ist –, begegnet mir diese Geschichte. Nicht zufällig. Sie begegnet mir deshalb, weil sie für die Brüder von Taizé zu einer der wichtigsten Geschichten geworden ist. In jeder Woche kommt sie einmal irgendwo vor. Diese Geschichte prägt ihr Gottesbild, das Bild von dem liebenden Vater, der bereit ist, seine tägliche Arbeit zu verlassen. Der sich hinstellt, einfach so mit offenen Armen, um zu warten. Lange bevor der Sohn beschließt, wieder nach Hause zu gehen, steht der Vater schon da und wartet. Ohne Zweifel, einfach so, mit viel Vorfreude, weil er weiß: Mein Sohn kommt zurück! So sehen die Brüder von Taizé den Gott, den sie so sehr lieben. So sehe und liebe ich ihn auch.

Aber mich prägt  auch noch ein anderer Aspekt, der den Brüdern dort wesentlich an dieser Geschichte ist. Der Sohn weiß genau: Er hat seine Sohnschaft eigentlich verspielt. Er möchte nicht mehr als Sohn zurück, nur noch als Tagelöhner. Seine frühere Stellung beansprucht er nicht mehr, so weit geht sein Realitätssinn noch. Und so legt er sich Entschuldigungen zurecht, Ansätze zu neuen Formen des Zusammenlebens. Doch bevor er überhaupt dazu kommt, irgend etwas an Entschuldigung vorzubringen, läuft ihm dieser Vater entgegen, nimmt ihn in die Armen und lässt seiner ganzen Freude Lauf.

Das für mich beeindruckende: Der Vater vermeidet jede Art von Demütigung! Er weiß offensichtlich, wie schwer es ist, Fehler einzusehen; er weiß offensichtlich, wie schwer es ist, umzukehren; wieder zurück zu Menschen zu gehen, an denen man irgendwie schuldig geworden zu sein scheint. Er weiß offensichtlich um den Kloß im Hals, den Menschen so oft verspüren, wenn sie genau wissen, wie schwer es ist, auch nur ein Wort der Entschuldigung zu sagen und noch einmal neu anzufangen. Nein, der Vater lässt alle Formen der Demütigung.

Im Gegenteil! Er richtet ein Fest aus. Und er macht damit nicht nur deutlich, dass er längst vergeben hat, lange vor jeder Entschuldigung. Nein, er macht auch öffentlich deutlich, dass mit einem gemeinsamen neuen Anfang eben auch das Alte vergangen ist, dass nichts mehr lastend einen neuen Weg beeinträchtigt, und dass neuer Anfang eben wirklich neuer Anfang bedeutet. Nicht im Sinne von „unter den Tisch gekehrt, um es irgendwann noch ‘mal zu gebrauchen“. Nein, von Herzen vergeben, frei für einen neuen Weg, so sagt es uns diese Geschichte.

Und so möchte sie mich etwas für mich ganz Entscheidendes lehren: Die Vergebung geht jeder Entschuldigung voraus! – Die Vergebung geht jeder Entschuldigung voraus. Ich stelle mir vor, ich könnte das in meinem Alltag leben. Ich kann es leider nicht immer, aber ich stelle es mir eben vor, und ich versuche es. Ich versuche es wirklich. Stellen wir uns doch kurz einmal vor, liebe Schwestern und Brüder, wir könnten so leben. Mit unserem Nachbarn, dem wir ein Ereignis oder eine eigentlich dumme Begebenheit nicht vergessen und verzeihen können. Mit unseren Freunden, die plötzlich keine mehr sind, weil eine Eiszeit über uns hereingebrochen ist, und wir einfach unfähig sind, Vergebung zu buchstabieren. In unseren Familien, in denen wir an so manchem Streit leiden und bereit sind, eher selbst daran zugrunde zu gehen, als neue Wege zu bahnen.

Nein, wir verharren lieber in den alten Mustern: uns ist Unrecht geschehen. Die anderen müssen sich entschuldigen. Aber eines sollten wir uns klar machen. Niemand kann, wenn wir das Wort entschuldigen ernst nehmen, – nämlich ent-schuldigen im Sinne von: Schuld wegnehmen, abnehmen, eben entschuldigen -, niemand kann sich selbst Schuld abnehmen, niemand kann sich selbst entschuldigen. Ent-schuldigen müssen mich immer andere, andere müssen mir meine Schuldgefühle nehmen, müssen mir die Schuld abnehmen, damit ich frei davon werde und neu beginnen darf.

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Leserinnen und Leser!

Der Vater hatte gewartet. Er hatte schon längst vergeben. Er wartete jetzt eigentlich nur noch darauf, diese Vergebung endlich mit seinem Sohn leben zu können, neu anfangen zu können. Er hatte das neue Leben schon vor Augen, in aller Freude, in aller Liebe, zu der er fähig war

Und der Vater – ich sage das noch einmal – der Vater verzichtet auf jede Art von Demütigung! Er verzichtet darauf, weil er weiß, wie viel er gewinnt, wenn er seinen Sohn ent-schuldigt, ihm wirklich vergibt. Er weiß, er bekommt seinen Sohn zurück, keinen Tagelöhner! Er bekommt einen Sohn zurück, dem seine Liebe ungebrochen galt; einen Sohn, den er ziehen lassen musste, loslassen musste, was ihm so weh getan hat und den er eigentlich so gern zurückgehalten hätte. Er bekommt ihn zurück, und darf mit ihm neu anfangen.

Liebe Schwestern und Brüder!

Diese Geschichte – so wohlbekannt und ausgeschlachtet sie oft wirkt – sie stellt höchste Ansprüche an uns, die wir sie hören. Sie mahnt uns, ernst zu machen mit der Liebe unter uns Menschen, die Gott wirklich meint. Nämlich eine Liebe, in der die Vergebung jeder Entschuldigung vorausläuft, eben aus Liebe. Und sie zeigt uns genau so deutlich, daß wir eben nicht der liebe Gott sind, auch wenn wir uns manchmal so aufführen, gerade wenn wir über andere richten oder meinen, urteilen zu dürfen. An seinem Willen, an Gottes Willen, vergebend zu leben, neue Anfänge zu gewähren, Schuld nicht vorzuhalten – da sehen wir den größten Unterschied zwischen uns und dem lieben Gott. Wir selbst wollen immer so viel, aber letztendlich sind wir manchmal einfach zu wenig. Und es ist gut, dass gerade dies Gott uns wohl schon vergeben hat. Und aus dieser Vergebung dürfen wir leben und immer wieder neu ins Leben gehen. Vor allem aber dürfen wir eben auch immer wieder zu ihm zurückkehren, in seine offenen Arme!

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als all unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Fürbittgebet

Herr, unser Gott und Vater,

durch Jesus Christus wissen wir:

du schaust nach uns;

du gibst niemanden verloren;

du wartest auf uns,

du kommst uns entgegen;

du nimmst uns in deine Arme,

damit wir spüren,

wie sehr du liebst!

Gib, dass diese Liebe uns leitet und hilft:

– in dieser schwierigen Zeit nicht zu verzweifeln,

– in dir immer wieder die Mitte unseres Lebens zu finden

– mit dir in eine Zukunft gehen, die du schon für uns bereitet hast.

– vorsichtig zu bleiben, aber eben auch unser Lachen und unsere Unbeschwertheit

wiederzufinden!

– uns dir immer wieder neu anzuvertrauen, weil wir deine Vergebung spüren

 

– Kurzes Innehalten in der Stille und Zeit zum persönlichen Gebet –

 

Sei du da mit deinem Segen

– für alle, die wir lieben.

–  für alle, die nun leben, um anderen zu helfen.

–  für alle, die sich selbst nicht helfen können.

 

Sei bei den Einsamen und Kranken.

Schenke uns Einsicht in vieles, was wir nun mittragen müssen.

Schenke uns Geduld und einen langen Atem.

Schenke uns Hoffnung, an der wir niemals zweifeln wollen.

Sei bei uns allen! Heute und in aller Zeit!

 

Guter Gott, ich bete für alle,

an die ich nun denke,

und auch für mich das Gebet,

das dein Sohn Jesus Christus uns allen hinterlassen hat

und das uns durch schwere Zeiten tragen will:

 

Vater Unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name

Dein Reich komme

Dein Wille geschehe

Wie im Himmel so auf Erden

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Wir denken nun an all diejenigen,

die uns am Herzen liegen

– und natürlich auch an uns selbst –

und wir sprechen die Worte des Segens,

mit denen wir unsere Gottesdienste schließen.

 

Der HERR segne dich und behüte dich!

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig!

Der HERR hebe sein Angesicht über dich

und gebe dir Frieden!

Amen.

 

 Liebe Schwestern und Brüder!

Euch allen einen gesegneten Sonntag!

Kommt gut durch die Zeit, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Pfarrer Rüdiger Dunkel

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